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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Schallende Lachsalven und jede Menge Applaus

22.01.2018

Loy Ein großes Feuerwehrfest steht an diesem Samstag auf der Bühne der Theatergruppe „Flüsterkasten“ im Gasthof zu Loyerberg in Loy bevor, und alle Welt will auf den letzten Drücker noch etwas erledigt haben – natürlich von Mutter Trudi Ackermann (Meike Knapp). Es müssen Schuhe vom Ehemann und Brandmeister Alfred Ackermann (Christian Freels) geputzt werden. Er hat erst jetzt entdeckt, dass die total verdreckt sind: „Ick heb dor unnern nur Höhnerogen“, entschuldigt er seine späte Meldung. Mit seinem neuen Stück „Nee, nich nochmol so een Nacht!“ feiert der „Flüsterkasten“ an diesem Abend eine tolle Premiere mit viel Applaus und schallenden Lachsalven.

Sohn Dieter (Timo Krummacker) fehlt ein Knopf am Hemd und der studierende Sohn Michael (Christian Alberts) legt seine Schmutzwäsche auf den Tisch. Ja, und Trudi? Trudi muss ja auch noch ihre frisch gestärkte weiße Schürze bügeln, denn die benötigt sie nachmittags beim Servieren im Festzelt. Trudi ist überfordert und die Stimmung liegt am Boden. Opa Ackermann (Klaus Dörgeloh) steht in langer Unterhose auf der Bühne und fordert seinen gebügelten Anzug. Außerdem klappert die Waschmaschine wie verrückt, weil Michael seine Autoschlüssel und seine Brieftasche in der Hose hat stecken lassen.

Gleich zu Beginn sind alle Akteure mit Akribie und viel Witz dabei, ein totales Chaos auf der Bühne zu vermitteln. Alle Schauspieler sind in Bestform. Dieter ist der Star. Bei der Trompetenübung hat er seine Lippe verletzt und Freundin Zita (Silvia Baumgartner) versucht mit „Heile, heile Gänschen“ das Übel zu beseitigen und ihm ein einen Kuss zu geben. Dieter meint, das Lied könne sie weglassen, aber das Küssen möge sie intensivieren.

Das Stück bekommt eine Wende, als Rita (Kerstin Hullmann) als ehemaliger Kurschatten von Opa Alfred auftritt. Er hat ihr damals versprochen, sie in seiner Villa zu empfangen. Sie macht ganz auf mondän. Die Rolle scheint Kerstin Hullmann auf den Leib geschrieben zu sein. Im Gespräch versichert sie, dass ihr diese Rolle sehr gut gefällt und ein schöner Gegensatz zu ihrer privaten Situation ist. Wo sie eine ganz andere Rolle – und die mit Leib und Seele – ausführt: Hausfrau und Mutter von vier Kindern.

Mittlerweile wird deutlich, dass Opa nichts mehr mit Rita zu tun haben will. Also nimmt sie sich die beiden knackigen Söhne ebenso vor wie Alfred, den Mann von Trudi. Auf den hat sie es aber nur abgesehen, um an die Eintrittsgelder vom Festabend zu kommen. Das schafft sie, als sie ihn, voll berauscht, nach dem Fest einfach die 15 Stufen in den Keller stolpern lässt. Eine große Suchaktion nach verloren gegangenen Familienmitgliedern gibt dem Stück noch einmal eine Wende.

Das Durcheinander auf der Bühne spitzt sich zu. Jeder sucht jeden und dann werden auch noch die Suchenden von denen vermisst, die inzwischen wieder da sind. Trudi kommt verletzt von der Suche nach Alfred zurück und Alfred kommt mit einer großen Kopfwunde aus dem Keller gekrochen. Für den Zuschauer bleiben jetzt die Fragen: Kommen alle wieder heil zurück? Wo bleibt die Geldkassette, mit der Rita durchgebrannt ist? Kann sich Trudi noch ein bisschen mit ihrer Schulfreundin unterhalten?

Ein großartiger Abend.

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