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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

So lebten Ammerländer früher

28.12.2017

Moorburg Wie lebten die Menschen in der Zeit um 1890 bis 1950 im Ammerland? Wie sah die Kinder- und Schulzeit damals aus? Wie erlebten die Bürger die Kriegszeiten, oder wie sah die Landwirtschaft aus? Dirk Oltmanns hat Erinnerungen von fünf Männern aus Hollwege und Moorburg zusammengetragen, die ein detailliertes Bild vermitteln, wie das Leben in dieser Zeitspanne für viele Menschen im Ammerland ausgesehen hat. Der gebürtige Moorburger hat diese plattdeutschen Erzählungen in seinem Buch „Kinner- un Jungstiet in’t Ammerland üm 1890 bi’t 1950“ mit dem Untertitel „Vergnöögte Beleevnisse in Hus un Dörp awers uck swaare Kriegstieten“ veröffentlicht. Das Buch enthält auf 132 Seiten etwa 50 plattdeutsche Erzählungen und 60 Fotos.

„Das frühere Leben interessiert mich, und die Überlieferungen durch Zeitzeugen werden weniger“, erklärt der 41-jährige Controller, der in Oldenburg wohnt, sein Anliegen, Erinnerungen zu bewahren und zu verbreiten. Von den fünf Autoren kann lediglich sein Vater Karl Bernhard Oltmanns noch persönlich berichten, die übrigen vier Verfasser leben nicht mehr.

Das plattdeutsche Werk ist sehr übersichtlich und chronologisch aufgegliedert. Da sind die Erinnerungen von Georg Willers (1884–1977), die überwiegend das Leben und Arbeiten auf dem Hof schildern. Die Brüder Karl (1900–1978) und der nach Amerika ausgewanderte Georg Oltmanns (1903–1985) hatten ihre Erinnerungen, darunter zahlreiche lustige Geschichten, bereits aufgeschrieben. Otto Hupens (1925–2015) und Karl Bernhard Oltmanns (geboren 1935) haben spätere Entwicklungen bis etwa 1950 ergänzt.

Die kurzen, interessanten und oftmals humorvollen Erzählungen nehmen die Leser mit auf eine fesselnde geschichtliche Reise in die wechselvolle Vergangenheit. Gut ein Jahr lang hat Dirk Oltmanns sich intensiv mit diesem Werk beschäftigt.

Angefangen habe alles 1990 mit einer Projektwoche zum Thema „Nicht nur Bäume haben Wurzeln – erstellen einer Ahnentafel“ in der Robert-Dannemann-Schule. „Das war der Anstoß zu meinem Hobby. Seitdem beschäftige ich mich mit Familien- und Regionalforschung.“ Verstärkt wurde sein Interesse, als er auf dem elterlichen Dachboden eine Eisenschatulle mit über 100-jährigen Dokumenten fand.

Seit 1997 wirkte der 41-Jährige im Arbeitskreis zur Dorfgeschichte Hollwege mit. Einige Bücher hat Dirk Oltmanns bisher herausgegeben, und Themen für weitere hat der gebürtige Hollweger schon im Kopf.

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