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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Denkmal: Moritz II. soll auf Reisen gehen

15.03.2017

Rastede 1,5 Tonnen Geschichte zu transportieren, das macht Michael Paesler kein Kopfzerbrechen. „Wenn er erstmal lose ist, ist das kein Problem.“ Die Schwierigkeit sieht der Steinmetz und Restaurator aus Bremen beim harten Zementmörtel. Damit ist der Grabdeckel von Graf Moritz II. nämlich im Turmraum der Rasteder St.-Ulrichs-Kirche am Boden befestigt. Doch nicht mehr lange.

Denn das Grabdenkmal aus dem 15. Jahrhundert soll in einigen Wochen auf Reisen gehen. Der Weg ist nicht weit, denn es geht nur hinüber in den Glockenturm. Hier wird Paesler den empfindlichen Sandstein vorsichtig reinigen. Wenn die Platte an ihren angestammten Platz zurückkehrt, soll sie allerdings deutlich höher liegen.

Denn bereits seit fast zehn Jahren arbeitet Dirk Zoller daran, dass Moritz II. (1361 bis 1420) wieder auf einen Sockel gehoben wird. Der Architekt und 2. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Baudenkmalpflege bei der Oldenburgischen Landschaft hat sich in die Geschichte der Grabplatte eingearbeitet.

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Moritz II. herrschte am Anfang des 15. Jahrhunderts in der Grafschaft Oldenburg. Nach Zollers Recherchen befand sich sein Grabdenkmal ursprünglich in der ehemaligen Kirche des Benediktinerklosters Rastede. Nach deren Abriss im Jahr 1757 wurde die Grabplatte in die Krypta der St.-Ulrichs-Kirche gebracht. Im Zuge des Umbaus 1959 wurde sie dann im Turmraum aufgestellt.

Ursprünglich verschloss die Platte vermutlich einen großen Steinkasten, die Tumba. Wie genau dieser Kasten gestaltet war, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Allerdings fand Zoller Hinweise, dass das Grabmal von Moritz II. Vorbild gewesen sein könnte für das Tumbengrab des Ostfriesenhäuptlings Sibet Attena, das in der St.-Magnus-Kirche in Esens zu finden ist – weshalb eine Ähnlichkeit wahrscheinlich ist.

Diese Arbeit wiederherzustellen, ist allerdings in Rastede nicht das Ziel. „Man soll klar erkennen können, dass der Sockel eine Rekonstruktion ist“, sagt Zoller. Die Grabplatte soll auf zwei unterschiedlich großen, glatten Sandsteinplatten ruhen und dadurch 32 Zentimeter höher liegen als bisher. Das Gitter, das das Denkmal bislang schützt, kann dann wegfallen.

Voraussichtlich im April sollen die Arbeiten losgehen und dann sechs bis acht Wochen dauern. Die Kosten belaufen sich auf rund 15 000 Euro. Laut Zoller hat vor allem eine Zuwendung des Freundeskreises der Krypta das Projekt möglich gemacht.

Patrick Buck stv. Redaktionsleiter / Redaktion Oldenburg
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