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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

PORTRÄT: Musik als Berufung entdeckt

30.01.2009

HOWIEK Ganz leicht hat es Ulf Johannsen nicht mit dem, was er tut. Der 40-Jährige versteht sich als „spiritueller Liedermacher“. Von seiner Musik zu leben, fällt ihm indes auch heute, acht Jahre nach Veröffentlichung seines Debütalbums, noch schwer.

Eine bewusste Entscheidung „Ich werde Liedermacher“ hat Johannsen, der in Ocholt aufwuchs und heute in Howiek lebt, nie getroffen. Musik erlebte er lange nur passiv. Anders wurde das, als er mit 20 Jahren auf Reinhard Meys „Mein Apfelbäumchen“ stieß. „Ich war wie vom Donner gerührt“, erzählt Johannsen. Sofort habe er sich mehrere Alben des Liedermachers gekauft und dessen Konzerte besucht.

Anhand der Liederbücher seines Vorbilds brachte sich Ulf Johannsen auch das Gitarrespielen bei und trat mit dessen Liedern und mit Stücken von Hermann van Veen auf. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich unterdessen als Krankenpfleger. Was anfangs noch Berufung war, wurde über die Jahre aufgrund bürokratischer Zwänge mehr und mehr zur Bürde: „Ich hatte zu wenig Zeit für die Patienten, das empfand ich irgendwann als unmenschlich“, sagt Johannsen. Schließlich wurde er krank, bekam Allergien, Neurodermitis und Asthma.

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„Ich kam mit der Schulmedizin nicht mehr klar und wollte mir selbst helfen“, erzählt Ulf Johannsen. Er absolvierte eine Heilpraktikerausbildung, beschäftigte sich mit Esoterik und stieß schließlich im Allgäu auf eine psychosomatische Klinik, in der er das für ihn perfekte Arbeitsumfeld fand.

Der erneute Bruch folgte im Dezember 1999. Eines Morgens wachte Ulf Johannsen aus einem schrecklichen Alptraum auf, der sein Leben verändern sollte. Plötzlich fühlte er sich von einem hellen Licht umgeben und durchflutet, erinnert er sich. Noch am selben Abend seien Melodie und Verse des ersten Liedes entstanden: „Gott, ich will leben“.

Innerhalb kürzester Zeit schrieb er die Lieder für sein erstes Album, ein Musikverlag nahm Johannsen unter Vertrag. Seinen Job in der Klinik hatte er bereits gekündigt, um nur noch Musik zu machen. Nach seiner Rückkehr ins Ammerland sei die Musik geradezu aus ihm herausgeflossen, berichtet Johannsen. CD-Verkäufe und Konzertverpflichtungen seien jedoch rar gewesen, so dass er zwei Jahre später auf Usedom in die Krankenpflege zurückkehrte. „Aber die Musik war von da an wie abgeschnitten – in mehr als eineinhalb Jahren entstand kein einziges Lied!“, so der Künstler. Erneut kündigte er und zog wieder ins Ammerland zurück, wo er heute mit Ehefrau Silke und zwei kleinen Kindern lebt.

Gerade hat Ulf Johannsen sein fünftes Album „gegenwärtig“ veröffentlicht – wie schon das vorherige im eigenen Verlag „IntraCor“.In diesem Jahr stehen mehrere große Konzerte an, von denen sich der Ammerländer Liedermacher erhofft, bundesweit ein breites Publikum erreichen zu können.

Mehr Infos unter

www.ulf-johannsen.de

Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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