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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

„Musik auch ein Lebensgefühl“

04.03.2013

Bad Zwischenahn Zum zweiten Mal fand am Wochenende in der Jugendherberge Bad Zwischenahn das OLB-Musik-Camp Nordwest statt. Mit dabei waren Anne Häveker aus Bad Zwischenahn und Caroline Drees aus Emstek, die ihre Lieder nicht nur selbst schreiben, sondern auch selbst „performen“. Auch drei Bands nahmen teil: „Agosphere“ aus Oldenburg/Hude, „FAINT“ (Emden) und „The Daily Story“ aus Rotenburg (Wümme).

Professionelles Feedback

Professionelle Dozenten der Musik Artist Academy (Hannover) nahmen die jungen Musiker unter ihre Fittiche. So gab es die Möglichkeit, sich in Songwriting, „Stage-Acting“, Zusammenspiel der Musiker, Management und Fanbindung zu verbessern – alles Themen, die für jeden professionellen Musiker selbstverständlich sind, die aber oftmals von jungen Musikern außer Acht gelassen werden. Auch wenn das Ziel nicht immer sein muss, von der Musik zu leben, so stellten doch alle Teilnehmer fest, dass es sehr viel Freude bereitet, professionelles Feedback zu bekommen. Dieses Feedback wollen sie im Hinterkopf behalten. Vieles setzten sie am Sonntag in ihrem Auftritt, der dem Workshop folgte, um.

Einer der Höhepunkte des dreitägigen Musizierens war der Besuch von Kai Wingenfelder, ehemaliger Sänger der Band „Fury in the Slaughterhouse“, der nun mit seinem Bruder Thorsten das Duo wingenfelder:Wingenfelder bildet. Er erzählte von seinen Anfängen und seinem „Erfolgsrezept“. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder und den anderen Bandmitgliedern nahm er sich nach Thorstens Abitur ein Jahr Zeit, um ausschließlich Musik zu machen. Danach hatten sie einen Plattenvertrag in der Tasche. Wingenfelder machte deutlich, dass Musik ja nicht nur ein Beruf, sondern auch ein Lebensgefühl sei und dass dieses auch gelebt werden müsse – wenn auch mit Einschränkungen. So sei es kein Problem, sich ein Jahr für die Musik zu nehmen – und wenn es dann nicht klappe, es neben einer Ausbildung weiter zu versuchen. Allerdings müsse irgendwann ein Schlussstrich gezogen werden, sobald klar sei, dass es unmöglich ist, von der Musik auch seine Rente zu bezahlen.

Musikgeschäft „rau“

Aktueller jedoch war für die jungen Musiker die Frage, wie man sich selber und seinem Stil treu bleibt und sich damit noch gekonnt vermarktet. Eine Diskussion entbrannte zum Thema Casting-Shows, die zwar eine Plattform zur Selbstdarstellung böten, aber auch ein gewisses Image. Schnell war klar, dass dieser Weg vielleicht nicht der optimalste ist. Fazit: „An Casting-Shows kommt ihr vorbei, aber nicht an den Medien“. Wingenfelder betonte, dass das Musikgeschäft wirklich rau sei. Es sei nicht leicht, Geld zu verdienen; Plattenfirmen wollten an allem mitwirken und Geld kassieren, also müsse der Künstler immer mehr leisten. Wenn man allerdings viel arbeite, sich bewege und seine eigene Nische finde, in der sonst noch niemand unterwegs ist, dann stünden die Chancen für einen Erfolg gar nicht schlecht, hieß es abschließend.


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Lina Brunnée Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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