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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Musikalische Rückschau auf ein bewegtes Leben

12.07.2014

Rostrup „Für einen Traum könnte ich fliegen, für ein Lied zugrunde gehen“ sang der Berliner Sänger und Liedermacher Klaus Hoffmann Donnerstagabend auf der Freilichtbühne im Park der Gärten. Im weißen Hemd und schwarzem Sakko, so kennt man Hoffmann und so sang er auf unnachahmliche Art seine schönsten Lieder aus vier Jahrzehnten Bühnenpräsenz.

Bei schönstem Sommerwetter präsentierte einer der beliebtesten Liedermacher Deutschlands in der Reihe „Zu Gast im Park“ sein aktuelles Programm. Unter dem Motto „Als wenn es gar nichts wär“ überzeugte er mit einer Mischung aus Tiefsinn und Leichtigkeit rund 300 Zuhörer, die sich seinem Charisma nicht entziehen konnten. Zusammen mit seinem Freund Hawo Bleich brachte der „Grandseigneur des deutschen Chansons“ ein zweistündiges, facettenreiches Programm auf die Bühne, das restlos begeisterte. Auf bewegende, authentische Weise hielt er musikalisch Rückschau auf sein Leben und gab so berührende Einblicke in seine Biografie, die 2012 auch als Buch veröffentlicht wurde.

Kritische Lebensschau

Er sang von seinem Leben, „als wenn es gar nichts wär“ und hatte in seiner reflektierten, kritischen Lebensschau, die nie an der Oberfläche blieb, doch so viel zu erzählen. Dabei verstand er es, mit lauten und leisen Tönen sein Publikum zu fesseln. Dass sich so mancher Zuhörer in den Songs voller Alltagspoesie und tiefer Gefühle wiedergefunden haben mag, zeigte der Beifall nach jedem Lied. Das Publikum sang textsicher mit oder summten zumindest.

„Sie sind das Beste, was heute passiert,“ attestierte er den Zuhörern. Heute, 62 Jahre alt, sang er von seiner Kindheit, Erinnerungen an seinen Vater und davon, dass „jedes Kind einen Engel braucht, der es auffängt, wenn es fällt“. Er besang mit Hingabe seine erste Liebe, die Zwänge des Erwachsenwerdens, seine Heimatstadt Berlin, seinen Kiez, in dem es nach Zigaretten und Bouletten roch, und davon wie in Berlin, gerade 16-jährig, alles anfing, damals, mit Freunden um Ingo Insterburg und Hannes Wader. „Ich dachte, wir leben ewig. Wir waren politisch und immer unterwegs, es gab noch die Mauer. Wir hatten Sehnsucht nach Freiheit und wollten weg aus Westberlin“, beschrieb er das Lebensgefühl der 70er.

Er schlug auch besinnliche Töne an mit „Morgen wird Vergangenes Vergangenheit sein, und jedes Denken daran zurück wird ein Teil von mir sein“. Mit dem emotionalen, unorthodoxen „Weil Du nicht bist, wie alle anderen, weil Du noch in Dir suchst und zweifelst“ ersang sich der Barde mit der facettenreichen, warmen Stimme viel Beifall.

Starke Bühnenpräsenz

Das Publikum sang und klatschte mit, war nicht zu halten, um dann in „Ich wär für alles bereit für ein bisschen Zärtlichkeit“ in gefühlvolle Ernsthaftigkeit mitgenommen zu werden. Lang gewartet hatte man auf eines der bekanntesten Lieder, „Blinde Katharina“, das sich Hoffmann bis zum Schluss aufgespart hatte und zu dem die Zuhörer stehend mitsangen und klatschten – hingerissen von der Bühnenpräsenz, Ausstrahlung und musikalischer Aussage des grandiosen Sängers und Gitarristen.

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