• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Nächste Ausfahrt sehenswert

12.10.2016

Apen /Augustfehn Ein bisschen schwer tat sich die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg schon. Doch schließlich erteilte sie die Genehmigung. Demnächst also wird an der Autobahn 28 für die Eisenhütte in Augustfehn geworben – mit touristischen Hinweisschildern, wie sie bereits auf die Parklandschaft Ammerland oder den Park der Gärten in Rostrup aufmerksam machen.

Die braunen Tafeln werden in Fahrtrichtung Leer zwischen den Anschlussstellen Westerstede-West und Apen/Remels und Richtung Oldenburg zwischen Filsum und Apen/Remels aufgestellt. Und das auf ostfriesischem Gebiet. „Hier zahlt sich der gute Kontakt zu unseren Nachbarn aus“, sagt Apens Bürgermeister Matthias Huber. Der in einigen Wochen aus dem Amt scheidende Leeraner Landrat Bernhard Bramlage unterzeichnete den Antrag nämlich mit.

„Bei der Behörde hatten sie Probleme damit, dass das Kesselhaus der Eisenhütte gewerblich genutzt wird und keine reine Sehenswürdigkeit ist“, schildert Huber. „Wir haben erklärt, dass es ohne diese private Initiative nicht möglich gewesen wäre, Gebäude und Turm zu erhalten.“

Umfassend führte die Aper Verwaltung in der Antragsbegründung aus, warum es sich lohnt, auf den Fehnort und seine ehemalige Industrieanlage hinzuweisen. So heißt es beispielsweise: „Es sollte auch nicht vergessen werden, dass Augustfehn die einzige Moorkolonie im Nordwesten ist, deren Geschichte von Anfang an eng mit zwei eisenverarbeitenden Industriebetrieben, der Eisenhütte und dem heute noch bestehenden Stahlwerk, verknüpft war und somit eine ganz besondere Stellung einnimmt.“ Außerdem werde der markante Eisenhüttenturm von der Bevölkerung weniger mit dem Logo eines gastronomischen Betriebes verbunden, denn vielmehr als jahrzehntealtes Wahrzeichen des Industriestandorts Augustfehn empfunden.

Unterstützung  bei der Argumentation erhielt die Gemeinde durch die Oldenburgische Landschaft. In einer schriftlichen Stellungnahme hob deren Geschäftsführer Dr. Michael Brandt die besondere kulturhistorische Bedeutung der Eisenhütte hervor.

„Schließlich hat es geklappt. Wir bekommen die Schilder“, freut sich der Bürgermeister. „Die Idee dazu hatte ich schon im Mai 2014“, berichtet er. Etwa ein Jahr später wurde der Antrag gestellt. Im August dieses Jahres nun durften die beiden Hinweistafeln in Auftrag gegeben werden. Laut Huber rechnet die Gemeinde mit Herstellungs- und Aufstellungskosten von rund 10 000 Euro.

„In der kommenden Woche wollen wir die Fundamente machen“, sagt Roland Nappe von der ausführenden Firma, der Müller GmbH Verkehrstechnik in Rastede. Ende Oktober, meint er, könnten die Schilder stehen.

Kerstin Buttkus
Redakteurin
Redaktion Westerstede
Tel:
04488 9988 2603

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.