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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Nicht nur Damen begeistern Gäste

24.02.2014

Loy Am Sonnabend gab es im Gasthof zu Loyerberg in Loy die Premiere des plattdeut-schen Theaterstücks „Dree Damen in’n Harvst“ von Folke Braband und Gerd Meier unter der Regie von Meike Knapp. „Wir wollten keinen schenkelklatschenden Abend provozieren, sondern auch ein bisschen Tiefgang in die Sache bringen“, so die Regisseurin. Beides ist ihr gelungen. Die rund 100 Gäste waren begeistert und taten dies mit Szenenapplaus kund.

Die Gruppe „De Flüsterkasten“ hatte seit vergangenen Herbst eifrig geprobt. Hohe Textsicherheit, trotz Premierenfieber, und schauspielerisches Talent wurden von den Gästen attestiert. Adolf Janssen aus Loy war „ziemlich angetan“ von der Ruhe im Spiel. „Für den ersten Abend war das super“, lobte er die Akteure. Für Daniel Krummacker war der Abend „ganz lustig“. Er fand die Mischung zwischen der „hippen“ Sprache vom Pfleger Ritchie (Christian Freels) und dem Plattdeutschen „witzig“. Für Verena Struzyna war es ein ganz neues Erlebnis. Die Neubürgerin, die erst vor sechs Monaten aus Washington DC (USA) „eingereist“ ist, fand die „Mimen“ sehr authentisch. „Die Charaktere sind ausgezeichnet dargestellt“, rühmt die gebürtige Hamburgerin das Spiel.

Aber, worum ging es? Da gibt es die divenhafte, etwas überspannte Schauspielerin Josephine (Silvia Baumgartner), die alle ihre früheren Gagen verprasst hat; Agnes (Dörte Segger), die stark Verwirrte, die auch im dünnen Unterrock mit Kopfhörer eine glänzende Figur abgibt – und Maria (Andrea Herder), die immer wieder Ordnende ist der „Kopf des Trios“. Sie alle verbringen ihren „Lebensabend“ in der Seniorenresidenz „Abendrot“. Nachdem man Anneliese zu Grabe getragen hat, will man sich beim Bridgespiel zerstreuen. Die vierte Person fehlt und der junge, flippige Pfleger Ritchie will einspringen, beherrscht aber nur das Pokerspiel. Er empfiehlt verschiedene Varianten, jedoch die Damen bestehen auf „Strip-Poker“. Und bald sitzt Ritchie in Boxershorts da. „Neuzugang“ Bruno (Klaus Dörgeloh) stiftet als „Witwentröster“ und langjähriger Schauspielerkollege von Josephine totale Verwirrung. Nachdem er bei Josephine nicht landen kann, macht sich die verstörte Agnes, die alle Männer Dr. Winkler nennt, an ihn ran. Sie will mit ihm durchbrennen. Den besagten Tiefgang erreicht das Stück, als Agnes „mit dem Rollator tanzt“ und nur für Bruno singt. Letztlich macht Bruno aber Maria einen Heiratsantrag. Das Happy End des Stücks liegt aber nicht in dieser Szene.

Gesine Picksack-Wahala ist zu Besuch aus Emden in Loy. Sie ist auch Laienschauspielerin und möchte sehen, wie sich ihre Schwester Silvia Baumgartner als Josephine „so macht“. Sie ist sehr angetan von den Leistungen der Schwester. Der ostfriesische „Slang“ hebt sich sympathisch vom Ammerländer Platt ab.

Christian Freels scheint sich nicht nur in der Paraderolle des Ritchie sehr wohl zu fühlen. Als Maria das Konzert mit Tony Christie verpasst hat und Bruno ihr deshalb einen „Ersatz“ organisiert, da schmettert Freels das „Is this the way to Amarillo...“ ohne Playback in den Raum, als wenn es Christie selbst wäre. Nun – Christian Freels ist Chorsänger.

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