• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Kultur

O du Schreckliche: Markt fällt aus

12.11.2016

Friedrichsfehn „Wir haben lange darüber diskutiert und uns dann doch entschieden, die Notbremse zu ziehen: Wir können und wollen vom Ortsverein Friedrichsfehn keine Veranstaltungen anbieten, bei denen wir auch noch Minus machen und das bei dem großen ehrenamtlichen Engagement, das wir ohnehin schon bei Festen leisten“, sagt Günter Winkelmann, 2. Vorsitzender des Ortsvereins Friedrichsfehn.

Seit Jahrzehnten hatte der Verein für die Bevölkerung in der rund 4700 Einwohner zählenden Ortschaft in der Vorweihnachtszeit einen Weihnachtsmarkt veranstaltet. Am Sonntag, 27. November, hätte die Veranstaltung wieder stattfinden sollen. „Wir haben sie abgesagt, weil es so nicht weitergehen kann“, sagt Winkelmann.

Die Besucherzahlen des kleinen Marktes, der beim „Landhaus“ stattfand, seien in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken. Dabei habe sich der Ortsverein mit Unterstützung der anderen örtlichen Vereine und von Schulen und Kindergärten immer bemüht, einen vorweihnachtlichen Treffpunkt für alle Generationen mit kleinem Programm anzubieten. Das habe sehr viel Organisation, Zeit und Geld gekostet. Einen radikalen Einbruch bei den ohnehin gesunkenen Gästezahlen habe es dann 2015 gegeben, als im „Landhaus“ nicht mehr der Kunsthandwerkermarkt angeboten wurde und somit dessen Besucher auch auf dem Weihnachtsmarkt fehlten.

„Es ist für die Helfer frustrierend, wenn ehrenamtliches Engagement für einen Weihnachtsmarkt durch die eigene Bevölkerung nicht gewürdigt wird“, so Winkelmann. An den Buden, die die Ehrenamtliche aus den Vereinen betrieben, sei der Umsatz trotz intensiver Vorarbeiten gering gewesen. Viele Eltern, deren Kinder am Krippenspiel teilnahmen, seien danach sofort nach Hause gefahren, ohne über den Markt zu gehen. Andere würden nur kurz kommen, damit die Kinder die Weihnachtstüren vom Weihnachtsmann erhielten.

„Wir würden im nächsten Jahr möglicherweise wieder einen Weihnachtsmarkt anbieten, wenn daran Interesse besteht. Wir sind gern bereit, unser Konzept zu überarbeiten und neue Ideen von neuen Mitstreitern zu berücksichtigen“, sagt Winkelmann und verweist auf die öffentlichen monatlichen Ortsvereinssitzungen hin. Von Seiten der Aktiven hoffe man, dass viele durch die Marktpause ins Nachdenken kämen. Es wäre schön, wenn sich die Friedrichsfehner bewusst machten, dass dörfliche Aktionen ohne ehrenamtliches Engagement nicht möglich seien und dieses durch regen Besuch belohnt werden sollten.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
Rufen Sie mich an:
04488 9988 2605
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.