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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Ein Festival mit ganz viel Liebe

05.06.2019
Frage: Vor einigen Jahren war die Oldenbora wenige Stunden nach dem Vorverkaufsstart ausverkauft, jetzt gibt es auch eine Woche vor der Veranstaltung noch Karten. Was hat sich verändert?
Ole Weber: Die Anzahl der Festivals im Norden ist größer geworden und damit auch die Konkurrenzsituation. Kein Festival in unserer Region ist heute noch nach wenigen Stunden ausverkauft. Das ist eine allgemeine Entwicklung. Hinzu kommt, dass auch andere Veranstaltungen an Pfingsten inzwischen auf elektronische Musik setzen. Das sehe ich aber nicht als Problem, sondern als Anreiz für uns. Für uns ist eher schädlich, dass die Leute im Kopf haben, dass wir schnell ausverkauft sind und deshalb gar nicht mehr auf die Idee kommen, sich um Tickets zu kümmern. Deshalb noch einmal ganz deutlich: Es gibt im Vorverkauf noch Karten.

Zur Person

Ole Weber (37) ist im „Oldenbora“-Team zuständig für das Buchen der Künstler. Immer wieder gelingt es ihm, Künstler zu engagieren, die kurz vorm Durchbruch stehen. So trat etwa Robin Schulz 2014 auf der „Oldenbora“ im BeachclubNethen auf. Weber steht selbst seit rund 15 Jahren als DJ auf der Bühne. Er legt in der Region und weltweit auf den Aida-Kreuzfahrtschiffen auf. Seit 2015 ist er einer der Geschäftsführer des Beachclubs.

Frage: Spielen auch die Ticketpreise eine Rolle?
Weber: Die Preise sind bei allen Festivals aus reinem Überlebenswillen gestiegen. Die Gründe dafür sind vielfältig und fangen an beim Mindestlohn, liegen aber auch bei berechtigten Sicherheitsauflagen, die allerdings bei jedem Volksfest nicht im Ansatz in dieser Dimension existieren. Und auch die Künstlergagen sind exorbitant gestiegen.
Frage: Wie gelingt es, sich bei immer größer werdender Konkurrenz zu behaupten?
Weber: Der Aufmerksamkeitsgrad der Werbung verändert sich. Es geht nicht mehr darum, nur zum Vorverkaufsstart oder eine Woche vor dem Event zu werben, sondern das ganze Jahr über präsent zu sein. Wir stehen vor der Herausforderung, eine konkrete Bindung zur Marke Oldenbora aufzubauen und den Leuten das Oldenbora-Gefühl zu vermitteln. Ein Gefühl, das es auf keinem anderen Festival im Norden so gibt.
So schön war es im vergangenen Jahr auf der Oldenbora:
Frage: Wodurch hebt sich die Oldenbora von anderen Veranstaltungen ab?
Weber: Kein anderes Festival bietet ein so abwechslungsreiches Booking wie die Oldenbora, kann eine so schöne Location wie den Beachclub vorweisen und ist mit so viel Liebe gebaut. Wer einmal bei uns war, der kann dieses Gefühl verstehen.
Frage: Andere Festivals scheinen sich regelrecht mit prominenten Künstlern überbieten zu wollen. Die Oldenbora geht einen anderen Weg...
Weber: Diesen Gigantismus können und wollen wir nicht stemmen. Da wir auf 10 000 Besucher limitiert sind, würden die Ticketpreise ein Niveau erreichen, das nicht mehr darstellbar ist. Wir bleiben unserer Linie treu und versuchen Künstler zu buchen, bevor sie ihren großen Durchbruch haben. Das ist uns in der Vergangenheit etwa bei Robin Schulz, Tujamo oder Oliver Bodzin gelungen.

„Oldenbora“ auf einen Blick: Künstler, Tickets und Parken

Die „Oldenbora“ findet am Pfingstsonntag, 9. Juni, von 10 bis 22 Uhr im Beachclub Nethen, Bekhauser Esch 170, statt. Mehr als 50 Discjockeys sorgen für Stimmung.

Einheizen werden unter anderem Laidback Luke, Mark Bale, Mat.Joe, Wankelmut, Maddix, Sascha Braemer, Kid Simius, Lexer, Watermät, David Penn, Tinush, Marek Hemmann, Nicky Jones, Kaylab, Kuesten­klatsch, Annett Gapstream, Bastian Nouvo, Pascal M., Louis Dinkgrefe, Roger Horton, Olly James, Stan Sax, Shuma, Felix Schrader, Dansir, Das Fachpersonal, Ton Don, Guru Da Beat, Heckel & Jaden Bojsen.

Eintrittskarten gibt es noch im Vorverkauf ab 49,99 Euro. Neben den regulären Tickets werden auch Karten für das so genannte Panoramadeck angeboten. In diesem speziellen Bereich auf dem Festivalgelände sind Getränke und Essen im Preis enthalten. Die Karten gibt es ab 179,99 Euro.

Ein Busshuttle zur „Oldenbora“ wird ab Oldenburg angeboten. Tickets müssen vorab im Internet gebucht werden. Wer mit dem Auto zum Festival anreist, findet am Meenheitsweg in Nethen ausreichend Stellplätze (Anfahrt nur über Kreyenstraße).

    www.oldenbora.de

Frage: Wie ist denn das Verhältnis zu anderen Veranstaltern?
Weber: Wir stehen auch mit keinem Festival auf Kriegsfuß, wir besuchen uns sogar gegenseitig. Die Oldenbora gibt es ja mittlerweile im 13. Jahr. Unser Konzept wird man nie kopieren können. Wir müssen nicht auf einen fahrenden Zug aufspringen, wir sind Pioniere. Es ehrt uns natürlich, dass andere Festivals unsere Idee aufnehmen und wir gönnen jedem Veranstalter viel Erfolg.
Frage: Worauf achten Sie beim Buchen der Künstler?
Weber: Mein Ziel ist ein stimmiges Line up, das nicht mit anderen Festivals vergleichbar und in dieser Konstellation einmalig ist. Wir holen Künstler aus der ganzen Welt zur Oldenbora, setzen aber auch auf unsere lokalen Top-Acts, die Elektro und Techno in ihren Städten in Niedersachsen, Bremen und Hamburg hochhalten. Außerdem haben wir Live-Musik zum Beispiel mit Percussion und Saxofon.
Frage: Wie entscheiden Sie, bei welchen Künstlern Sie anfragen?
Weber: Ich buche nicht danach, welcher Künstler die meisten Likes bei Instagram oder Youtube hat. Ich setze auf Künstler, die ich selbst live gesehen habe, auf Festivals auf der ganzen Welt.
Frage: Musikalisch wird das Konzept in diesem Jahr weiter gefasst. Geht es auch darum, andere Zielgruppen anzusprechen?
Weber: Wir gehen natürlich mit der Zeit. Es ist wichtig, sich musikalisch weiterzuentwickeln, ohne sich zu verkaufen. Im neuen Soundgarden setzen wir auf einen coolen urbanen Sound. Das setzen wir professionell in einem Zirkuszelt in Szene, woraus man eigentlich schon ein eigenes Event machen könnte. Im vergangenen Jahr haben wir mit der Silent-Disco ja auch schon neue Wege beschritten, in diesem Jahr vergrößern wir diesen Bereich sogar noch. Im Mittelpunkt steht aber weiterhin elektronische Musik in all ihren Facetten.
Frage: Wie wirkt sich die Oldenbora auf den Betrieb im Beachclub aus?
Weber: Am Mittwoch beginnt der Aufbau, parallel zum laufenden Betrieb im Beachclub. Mit dem Fortschritt der Arbeiten werden dann Teilbereiche gesperrt werden. Am Pfingstmontag, also am Tag nach der Oldenbora, werden wir ab 12 Uhr einen Großteil des Geländes wieder für Besucher öffnen. Auch, weil die Wetterprognose für das Pfingstwochenende hervorragend ist. Wir bitten allerdings um Verständnis für etwaige Arbeiten. Es ist für uns eine Mammutaufgabe, ein solches Event für einen Tag im laufenden Betrieb aufzubauen. Der Hundestrand wird deshalb auch einige Tage länger gesperrt bleiben, weil in diesem Bereich die Hauptbühne steht.
Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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