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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Plattdeutsche Musik rockt ordentlich

12.11.2013

Bad Zwischenahn Mit etwas Verspätung beginnt am Sonnabend die Warm-Up Show des diesjährigen „Plattsounds-Wettbewerbes“. Mit von der Partie sind Bands und Musiker, die in den vergangenen Jahren vordere Plätze bei eben diesem Wettbewerb belegt haben. Die Veranstaltung im Jugendzentrum „Stellwerk“ soll als kleiner Appetithappen dienen und Lust auf mehr machen. Mehr wird in diesem Fall am 23. November in der Kulturetage in Oldenburg geboten – dort findet das diesjährige Finale statt. Als Gäste werden dort die Musiker von „De Fofftig Penns“ erwartet, zurzeit prominenteste Vertreter ihres Genres.

Aber zurück zur Warm-Up Show: Der Beginn ist zwar um 20 Uhr angekündigt, jedoch findet da noch der Soundcheck statt. Das eröffnet die Möglichkeit, eine Weile mit den Musiker zu schnacken. In der doch recht kleinen plattdeutsche Musikszene kennt man sich: Denn obwohl „Blowm feat. Maddin“ ganz aus Hamburg angereist sind, witzeln sie Backstage doch mit den anderen herum als würden sie sich wöchentlich zum Stammtisch treffen. So fliegen die Insiderwitze und verbalen, gutmütigen Attacken zwischen dem Duo und den Bands „De Schkandalmokers“ sowie „Musikapparillo“ hin und her – up Platt. Als Außenstehende ist dieser Schlagabtausch zwar witzig zu beobachten, aber zwischenzeitlich doch recht schwer zu verstehen, insbesondere wenn die Plattkenntnisse sich auf das Ammerländer Platt beschränken.

Gegen 21 Uhr ist das Publikum immer noch mehr als dürftig. Die Jungs von „Blowm feat. Maddin“ nehmen es gelassen: „Egal ob vor 5, 10, 20 Leuten oder nur vor unseren Eltern, wir rocken einfach generell für 1000!“, ist ihr augenzwinkernde Kommentar. So beginnt dann der Einstieg in den musikalischen Teil des Abends. Die zwei Hamburger rappen drauflos und ignorieren vollkommen, dass im Saal doch eher gähnende Leere herrscht. Aber die Zuschauer die da sind, haben auf jeden Fall ihren Spaß.

Eingestimmt und gut unterhalten bereiten sich nun sowohl das Publikum als auch „De Schkandalmokers“ auf ihren Auftritt vor. Ganz nach dem Motto Skandalerschaffer gehen die Jungs zu ihrer Punkmusik ordentlich ab und werfen sich mächtig ins Zeug. Eingestreut zwischen die einzelnen Stücke werden immer wieder Anekdoten über die Entstehungsgeschichte der Lieder erzählt. Leider ist der Text dann – gegeben durch die Lautstärke – kaum zu verstehen. Schade eigentlich – „Revolution im (Masthaltungs-) Hühnerstall“ klang sehr vielversprechend.

Den Abschluss bilden die Jungs von „Musikapparillo“. Sie lassen es sich nicht nehmen, auf mindestens demselben Lautstärkepegel weiterzuspielen wie De Schkandalmokers, schließlich spielen sie Hardrock up Platt und da wollen sie den Punkern ja in keinem Fall nachstehen.

Festzuhalten bleibt am Ende dieses Abends, dass plattdeutsche Musik rockt. Zur Erhaltung der Sprache auf moderne Musikformen zurückzugreifen, ist ein guter Schachzug, um Jugendliche wieder heranzuführen – mitnichten sind Oma und Opa uncool, wenn sie Platt schnacken. Ein Besuch wäre allein schon aus diesem Grund wünschenswert gewesen. Die Bands hätten ihn allemal verdienst gehabt.

Lina Brunnée Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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