• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Als Frauen um Kunst kämpften

13.09.2019

Rastede Frauen als Berufskünstlerinnen, das war Ende des 19. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Seltenheit. „Die Frauen mussten sich ihre Ausbildung erkämpfen, oft gegen den Willen der Eltern“, sagt Dr. Claudia Thoben, Leiterin des Palais Rastede. Ihnen war ein Leben als Hausfrau und Mutter bestimmt, das waren die Umstände in jener Zeit.

Eine neue Ausstellung im Palais widmet sich ab diesem Sonntag dennoch 25 Künstlerinnen aus dem Oldenburger Land, die damals Gemälde, Grafiken und Plastiken schufen. „Die Ausstellung ist mit sehr viel Recherchearbeit verbunden gewesen“, weiß Claudia Thoben und erklärt: „Es gibt nur wenige Arbeiten im öffentlichen Raum, viele befinden sich in Privatbesitz.“

Vernissage, Führungen und Vortrag

Die Ausstellung „Künstlerinnen aus dem Oldenburger Land“ im Palais Rastede, Feldbreite 23, wird am Sonntag, 15. September, um 11.15 Uhr eröffnet. Bis 8. Dezember werden Malerei, Grafik und Plastik gezeigt.

Bei der Vernissage werden die Kuratorinnen der Ausstellung, die Kulturwissenschaftlerin Donata Holz und die Kunstwissenschaftlerin Bärbel Schönbohm, in die Arbeiten einführen. Palais-Leiterin Dr. Claudia Thoben wird die Besucher begrüßen. Musik gibt es von Pauline Schostok (Gesang) und Simon Brauer (Piano).

Im Begleitprogramm zur Ausstellung werden am Freitag, 27. September, und am Donnerstag, 14. November, Führungen mit den Kuratorinnen angeboten. Beginn ist jeweils um 15.30 Uhr. Außerdem geht es am Dienstag, 22. Oktober, in einem Vortrag um das Thema „Künstlerinnen auf dem Vormarsch“. Beginn ist um 18 Uhr.

Bis 8. Dezember kann die Ausstellung im Palais besucht werden. Geöffnet ist mittwochs bis freitags sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet vier Euro.

    www.palais-rastede.de

Ein Grund dafür ist auch, dass viele dieser Frauen aufhörten, künstlerisch tätig zu sein, als sie heirateten. „Sie haben sich dann nicht mehr um ihre Karriere gekümmert, waren nicht auf Ausstellungen vertreten und konnten auch nicht auf Studienreise gehen“, zählt Claudia Thoben auf.

Zwar sind im Palais regelmäßig Ausstellungen der Arbeit verstorbener regionaler Künstler gewidmet. Eine Frau war aber bislang erst einmal vertreten, nämlich die aus Elsfleth stammende Malerin Paula Sedana Schiff-Magnussen, sagt Claudia Thoben.

Bei ihrer Recherche stieß die Palais-Leiterin auf zwei Ausstellungen in Lohne, die sich ebenfalls Künstlerinnen aus dem Oldenburger Land gewidmet hatten. Sie nahm Kontakt zu den Kuratorinnen auf und gemeinsam variierte und veränderte man die Ausstellung, um sie passend für das Palais zu machen.

Die Arbeiten stammen von öffentlichen Leihgebern wie Stiftungen und Museen, aber auch aus Privathaushalten. „Ich bin auch zu den Leuten nach Hause gefahren und habe von Nachfahren oder Menschen, die einen Bezug zu den Künstlerinnen haben, eine Menge erfahren“, schildert Claudia Thoben.

Das Spektrum reicht von naturalistischen Bildern bis hin zu abstrakter Malerei. Arbeiten folgender Künstlerinnen sind vertreten: Marie-Louise Ahlhorn-Packenius, Veronika Caspar-Schröder, Louise Droste-Roggemann, Gertrud Freifrau von Schimmelmann, Helene Kempin, Anna Martens, Marie Meyer-Glaeseker, Luise Niemeyer, Elsa Oeltjen-Kasimir, Angela Peus, Olga Potthast von Minden, Hedwig Ranafier-Bulling, Emma Ritter, Emy Rogge, Trude Rosner-Kasowski, Paula Sedana Schiff-Magnussen, Ruth Schmidt Stockhausen, Ingeborg Schwonke-Harding, Wernhera Sertürner, Eva Simmat, Marie Stein-Ranke, Anna Maria Strackerjan, Marie Stumpe, Luzie Uptmoor und Carla Zierenberg.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
Rufen Sie mich an:
04402 9988 2620
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.