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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Hier kommt’s auf die Größe an

18.01.2019

Rastede Platzsparend in drei Kartons verpackt kamen die gewobenen Ausstellungsstücke per Spedition ins Palais Rastede. Aufgerollt nehmen die Damaste eben kaum Platz weg, dafür müssen einige der Arbeiten noch einmal gebügelt werden, bevor sie ihren Platz im Ausstellungsraum finden. So weit, so ungewöhnlich. Ein Bügelbrett sieht man schließlich nicht alle Tage im Palais.

„Spiel mit Licht und Schatten“ ist die neue Ausstellung überschrieben, eröffnet wird sie am Sonntag, 20. Januar, um 11.15 Uhr (siehe Infokasten). 14 Künstlerinnen, viele von ihnen aus den Niederlanden, wollen in dieser Wanderausstellung „die ganze Bandbreite der heutigen Damastweberei“ präsentieren, wie es in der Einladung heißt. Zuletzt hatten sie ihre Arbeiten in Kirchberg (Schweiz) gezeigt.

Auf einen Blick

Die Ausstellung „Spiel mit Licht und Schatten – Moderne, handgewobene Damaste der Damastwebergilde“ wird am Sonntag, 20. Januar, um 11.15 Uhr im Palais Rastede, Feldbreite 23, eröffnet. Nach der Eröffnung durch Palais-Leiterin Dr. Claudia Thoben führt Dr. Christian Stürmer in die Ausstellung ein. Die Weberinnen Coosje Suiveer und Beate Stürmer berichten zudem aus ihrer Werkstatt. Für Musik sorgt am Klavier Matthias Grafe.

Bis zum 24. März ist die Ausstellung im Palais zu sehen. Geöffnet ist mittwochs bis freitags sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet vier Euro, bis 18 Jahre ist er frei.

    www.palais-rastede.de

Auch zwei deutsche Künstlerinnen sind dabei. Beate Stürmer ist eine von ihnen. „Ich webe seit 20 Jahren Damaste und unterrichte auch“, erzählt die Frau aus Aurich. Dort unterhält sie ihre Werkstatt, webt Schals und Schultertücher, Tischwäsche und Wolldecken, Gardinen und Möbelstoffe.

Einen ihrer insgesamt sechs Webstühle hat sie für die Ausstellung im Palais nach Rastede gebracht. Im Vergleich zu den platzsparend verpackten Ausstellungsstücken war der Transport da etwas aufwendiger. „Wir haben den Webstuhl in seine Einzelteile zerlegt und in unserem Van mit ausgebauten Sitzen hergebracht“, erzählt Beate Stürmer. Immerhin: Der Stuhl bietet eine Web-Breite von einem Meter und ist annähernd mannshoch. „Das ist aber mein kleinster Damastwebstuhl“, sagt die Künstlerin.

Den aufwendigen Transport und Aufbau des Webstuhls im Palais hat Beate Stürmer auf sich genommen, weil im Zuge der Ausstellung auch Demonstrationen vorgesehen sind. Erster Termin ist am Donnerstag, 31. Januar. Weitere Vorführungen soll es an drei Sonntagen geben, am 3. Februar, 3. März und 24. März. Jeweils von 11 bis 16 Uhr wird dann die Arbeit an einem Damastwebstuhl vorgeführt.

Es handelt sich um ein eher selteneres Handwerk, weiß Beate Stürmer. „In Deutschland gibt es nur etwa zehn bis zwanzig Damastwebstühle“, sagt sie. Im Nordwesten ist neben ihr nur noch eine Webermeisterin in Diepholz ansässig. Das Weben von Damasten ist „sehr aufwendig“, erklärt Beate Stürmer, die allein für das Einrichten des Webstuhls mehrere Stunden benötigt.

Um ein Muster entstehen zu lassen, werden dann einem vorgefertigten Entwurf folgend die so genannten Musterschäfte angehoben. Über 18 Musterschäfte verfügt ihr in Rastede aufgebauter Webstuhl, sagt Beate Stürmer und fügt hinzu: „Bei meinen anderen sind es 50.“ Damit aufwendige Muster entstehen können, sind eben besonders große Webstühle nötig – auch wenn die Kunststücke am Ende platzsparend in drei Kartons passen.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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