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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Die vielen Seiten von Rastede

10.09.2018

Rastede Die traditionelle Ellernrede – ohne sie wäre es kein richtiges Ellernfest. In diesem Jahr hielt Alfons Langfermann die Ansprache. Der Pädagoge im Ruhestand ist zwar gebürtiger Visbecker, lebt aber schon seit April 1967 in Rastede und umzu.

Erst einmal zeigte er sich froh darüber, dass die zehnmonatige Zeit des Stillschweigens am Samstagmorgen ein Ende hatte. Denn die Bekanntgabe des Redners der Ellernrede ist nach wie vor eine Angelegenheit, die „top secret“ behandelt wird.

Als begeisterter Radfahrer nahm er seine Zuhörer dann mit auf eine fiktive Radtour durch Rastede, um all die schönen und die, nun ja, weniger schönen Seiten des Ortes aufzuzeigen. Der erste Applaus brandete auf, als er die Anbindung der neuen Brücke bei der Kläranlage monierte. Eine an sich gute Straße ende dort unvermittelt in Schlamm und Matsch. Wird der Weg hier nicht aufgebessert, ist die Brücke „förmlich in den Matsch gesetzt“, stellte er fest.

Beim Ausblick über die Göhlenwiesen schrecke ihn ein über acht Jahre geplantes Bauvorhaben, dessen Erschließungsverkehr die Radfahrer auf den letzten 300 Metern bis zur Mühlenstraße gefährden könnte. Da auch die Hankhauser Bäke an der Stelle nicht verrohrt werden dürfe, helfe nur eine „Ra-Ra-Fu-Brücke“ (Rasteder Radfahrer- und Fußgänger Brücke). In Vechta sei ein solches Konstrukt zu besichtigen.

Es folgte ein kurzer Schlenker zum schlechten Zustand des „Wolf-Denkmals“ auf dem Kögel-Willms-Platz, schon ging es durch den Schlosspark. Speziell die Wolfsschlucht hatte es Langfermann hier angetan. Er nahm die Hundebesitzer aufs Korn, die zwar den Kot ihrer Vierbeinern wegräumten, aber die „Bellotüten“ achtlos wegschmissen. Neben diesem Dünger düngten außerdem noch die Graugänse den Park und den Ellernteich. Mit einem zünftigen St. Martinsfest, so der Redner, könnte zumindest das letztere Problem vielleicht gelöst werden.

Ein paar Tipps hatte der Pädagoge auch noch auf Lager. So lädt für ihn der Fahrstuhl am Bahnhof zum zweckfreien Fahren ein. Überhaupt sieht er die Themen Bahnübergänge, Umgehungsstraße oder Tunnelbau als auf die lange Bank geschoben an. Und auch der Zustand der Oldenburger Straße rutschte ins Visier. Schlussendlich wurde noch ein vor dem Schloss zu bauender historischer Springbrunnen, die Jadequelle und die Wasserschäden im Hof zu Oldenburg miteinander verbunden. Vielleicht, so Langfermann, besitze die Quelle ja Heilkraft und aus Rastede könnte noch „Bad Rastede“ werden.

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