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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Kunst: Superhelden und Süßes im Großformat

07.08.2018

Rastede „Believe in miracles“ (Glaube an Wunder): So heißt die Ausstellung von Ulrik „Happy“ Dannenberg, die seit Sonntag im Palais Rastede zu sehen ist. Der Titel enthält weder ein Ausrufe- noch Fragezeichen. Also stellte Palais-Leiterin Dr. Claudia Thoben dem zahlreich erschienenen Publikum bei der Vernissage am Sonntagabend die Frage: „Wer glaubt heute noch an Wunder?“ Nur wenige Hände gingen hoch. Und das, „obwohl vieles in unserer Welt nicht erklärbar ist“, wie Claudia Thoben feststellte.

Bis 30. September

Die Ausstellung „believe in miracles“ von Ulrik Happy Dannenberg ist noch bis zum 30. September im Palais Rastede, Feldbreite 23, zu sehen. Geöffnet ist mittwochs bis freitags und sonntags jeweils in der Zeit von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet vier Euro.

Begleitprogramm: Zur Ausstellung bietet der Kunst- und Kulturkreis am Samstag, 25. August, eine Kunstwerkstatt für Neun- bis Zwölfjährige an. Das Thema lautet „Wir basteln Lollis“. Die Leitung übernimmt Birgit Fruhner, die Kursgebühr beträgt fünf Euro. Anmeldungen sind möglich unter Telefon 0 44 02/8 15 52.

    www.palais-rastede.de

Auch Dr. Frank Laukötter wusste nicht so genau, ob er an Wunder glauben soll. Der Bremer Kunsthistoriker ging am Sonntagabend näher auf einige der 50 Arbeiten des Künstlers ein, die noch bis zum 30. September in Rastede ausgestellt werden. Laukötter führte einige Beispiele aus der Musik und der Mode an, in denen von Wundern die Rede ist. Allen voran Zarah Leander mit „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen...“.

Ulrik „Happy“ Dannenberg collagiert mit Kunstharz und bringt in seinen teilweise riesigen Objekten eine barocke Pracht und eine knallbunte, ja zuckersüße Opulenz hervor, erläuterte Laukötter. Dannenberg nennt seine Arbeiten deshalb auch „Happy products“ (Glückliche Produkte).

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„Dannenberg ist kein Minimalist, eher ein barocker Künstler“, meinte Laukötter. Und der Künstler setzt auf Kontraste: So steht etwa Petrus Diamani, Bischof im 11. Jahrhundert, mehr als lebensgroß vor „einem gut ausgestatteten Starlet“, sagte Laukötter. Und der Titel lautet: „Some like it hot“ – manche mögen es heiß. Ein Film mit Marilyn Monroe aus dem Jahr 1959. Die Kombination von sakralen Erscheinungen und Erotik scheint gewollt. Dannenberg kombiniere hemmungslos heutige materialistische Statussymbole mit christlicher Symbolik und Heiligenverehrung.

Ansonsten sind Dannenbergs Sujets Gummibärchen, bunte Bonbons, Lollis, Eiskonfekt, Lakritz und Zuckerstangen. Mal riesig, mal winzig klein. Mal wie einzigartige Kostbarkeiten in Fläschchen und Kästchen, mal als Wandarbeit in kolossaler Größe.

In seinen Werken finden sich aber auch Helden und Antihelden der Popkultur: Superman, Popeye, Lucky Luke. Dannenberg, der aus Wanne-Eickel stammt, arbeitet aber auch abstrakt, weshalb Kunsthistoriker Laukötter die Gelegenheit nutzte, dem Publikum Nachhilfe zum Thema „Abstrakte und gegenständliche Kunst“ zu geben. „Eine Kuh kann von ihrer schwarzbunten Realität auf ein paar geometrische Figuren reduziert werden und schon ist es abstrakte Kunst“, sagte Laukötter.

Im Anschluss an die Eröffnungsreden sorgte das „Oli Poppe Trio“ mit Oli Poppe am Klavier, Michael Gudenkauf am Bass und Ralf Jackowski am Schlagzeug mit jazzigen Tönen für einen beschwingten Abend bei kühlem Wein in lauer Luft.

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