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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Einblick in eine verborgene Welt

23.10.2017

Rastede Mit kleinen roten Ordnern fing alles an. Darin entdeckte Silke Mohrhoff homoerotische Fotos muskulöser Männer – sorgsam gesammelt von einem ihr unbekannten Mann. Die Ordner, die aus einer Wohnungsauflösung stammen, offenbarten den Blick in eine Parallelwelt. Der Herr, der sie anlegte – das konnte Silke Mohrhoff rekonstruieren – stand nie zu seiner Homosexualität, sondern war mit einer Frau verheiratet.

Die roten Ordner sind jetzt Teil einer außergewöhnlichen Rauminstallation mit dem Titel „robert-wilhelm h.“, für die Silke Mohrhoff am Sonntag im Palais mit dem ersten Preis beim Kunstpreis der Gemeinde Rastede ausgezeichnet wurde. Wie schon bei der Verleihung vor zwei Jahren wurde der Preis auch dieses Mal wieder auf mehrere Preisträger aufgeteilt. Zwei zweite Preise wurden an Renate Fäth und Alfred Kaufner vergeben, das Preisgeld von 5000 Euro auf die Preisträger aufgeteilt.

Gleichzeitig wurde der mit 500 Euro dotierte Jugendkunstpreis ebenfalls an mehrere Preisträger verliehen. Der erste Preis wurde an Gesche Ritschel vergeben, drei zweite Preise an Eva Christina Kircher, Maxime Giulia Müller und Lara Schubert. Der stellvertretende Bürgermeister Gerd Langhorst nahm vor weit mehr als 100 Gästen die Preisverleihung vor. Er bezeichnete den Kunstpreis als feste Größe im kulturellen Leben der Gemeinde.

88 Künstler hatten zusammen 206 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Plastik, Fotografie sowie die nun ausgezeichnete Rauminstallation eingereicht. Sie widmeten sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise dem gestellten Thema „Auf den ersten Blick“. Eine Jury wählte 50 Arbeiten von 26 Künstlern aus, die noch bis zum 17. Dezember in der Ausstellung zum Kunstpreis im Palais zu sehen sein werden.

Die Laudatio auf die Preisträger hielt am Sonntag Dr. Friedrich Scheele, der auch Mitglied der Jury war. Zu der in Bremen lebenden Künstlerin Silke Mohrhoff sagte er, dass sie die Welt neu zusammenstelle, die unmöglichsten Materialien kombiniere und auf diese Weise historische und aktuelle Dinge verbinde.

Dr. Claudia Thoben, die Leiterin des Palais, hielt die Laudatio auf die Preisträger des Jugendkunstpreises. Mit einem Künstlerbuch habe die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Gesche Ritschel eine „herausragende und eigenständige Arbeit“ eingereicht, sagte Claudia Thoben. In dem selbstgebundenen Künstlerbuch habe die Schülerin der Kooperativen Gesamtschule Rastede verschiedene gestalterische Techniken angewendet. So sei das Deckblatt mit grafischen Elementen und Schriften, mit Stempel und Schreibmaschine gestaltet worden.


     www.palais-rastede.de 
Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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