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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

In Rastede spielt die Musik

02.07.2018

Rastede Ideal waren die Voraussetzungen für die 63. Rasteder Musiktage 2018. Phantastisches Wetter, strahlende Sonne, hochkarätige Formationen und viele fröhliche Menschen versammelten sich auf dem Turnierplatz und in der Mehrzweckhalle in Rastede.

Ging man durch die Reihen des Publikums herrschte fast schon babylonisches Stimmengewirr. Schwedisch, holländisch, polnisch, dänisch. Ja, fast alle europäischen Sprachen waren zu hören. Die weiteste Anreise hatte das Jugendorchester Deutsche Schule unter der Leitung von Dirigent Jesus Santingo aus Bogota. 9240 Kilometer und rund zwölf Flugstunden von Kolumbien nach Deutschland reiste die Gruppe an.

Vollbesetzte Ränge, stark frequentierte Tische in den Cafés und Getränkebuden tausende Menschen drum herum, zeugten von einem breiten Interesse. Und immer wieder gab es begeisternden Applaus vom Publikum, wenn eine Showband mal wieder fast akrobatische Übungen oder Gesangseinlagen in den Auftritt eingebaut hatte.

Fetzige, poppige und klassische Lieder waren zu hören. Es wurde mit mitgesungen und mitgeklatscht. Die Moderation der Auftritte wurde in lockerer unterhaltsamer Form und mit viel Witz und Humor von Carsten Helms und Andreas Schubert geleistet. Nicht vom hohen Turm aus. Nein, sie moderierten aus der Mitte des Geschehens. Zu zweit – wie man es vom Fußball kennt. Veranstalter und Gäste waren sehr zufrieden. Auch im Ort herrschte reges Treiben.

Das Linköping Jugend Blasorchester aus Schweden setzte mit 31 Solisten und dem „Hey brothers“ von dem schwedischen Künstler Avicii ein. Tomas Björn, Beppe Eliasson und Jonatan Eklöv spielten in dieser Gruppe mit. Alle drei finden die Veranstaltung in Rastede „very good“.

Sie freuten sich, dass so viele junge Leute dabei sind. Sie räumten ein, dass die Schweden nicht so exakt in ihrer Show vortragen, aber dafür seien sie „more emotional“, also „gefühlvoller“ drauf, meinten die drei jungen Männer.

Alle Gruppen beherrschten die Kombination von Instrumenteinsatz und Choreografie hervorragend. Die musikalischen Darbietungen in den verschiedenen Disziplinen, ob Show oder Marschparade, waren so vielseitig wie die Musikwelt an sich. Pop, Classic-Rock, Marsch, Swing, Beat – alles war vertreten.

Herbert Hackl, gebürtiger Österreicher passte genau auf, ob die eingereichten Stücke auch wirklich gespielt wurden und war für den Ablauf der Auftritte zuständig. Der Musikverein Rühle unter der Leitung von Stabführer Thoma Rojer ist seit 1970 auf dem Platz und war 2008 Europameister. Jürgen Krüstel und Jochen Todt haben ein gutes Gefühl, dass sie demnächst in Calgary (Kanada) Weltmeister werden.

Die Youngstars Showband Rastede stellten sich zum zweiten Mal der Wertung der DCE Judges - also dem internationalen und äußerst anspruchsvollem Reglement des Drum Corps Europe Contest. Die Show der Youngstars entführte das Publikum in die Welt des Zirkus‘. Neu war in diesem Jahr die Bewertung in der DCE Concert Class, eine Konzertklasse in diesem Europäischen Wettbewerb, an dem auch der Gastgeber „Spirit of 52“ aus Rastede mit weiteren drei deutschen und einer holländischen Gruppe teilnahmen.

Der krönende Abschluss der Musiktage war die von mehreren Vereinen gespielte „Ode an die Freude“, die als Europa-Hymne nie aktueller war als jetzt und den Geist der Internationalen Musiktage in Rastede widerspiegelt.

Die Konzertbewertung in der Mehrzweckhalle wurde vor einer riesigen Ammerländer Bauernhauskulisse ausgetragen. Torsten Wilters und sein Team waren dann auch schon kurz vor Ende der Veranstaltung begeistert. „Über 7000 musikbegeisterte Menschen waren am Wochenende auf dem Turnierplatz versammelt“, stellte Wilters zufrieden fest. „Es hat Spaß gemacht. Alles reibungslos abgelaufen“, meinte er.


Mehr Fotos zu den Rasteder Musiktagen gibt es unter   www.nwzonline.de/fotos 
Ein Video von den Rasteder Musiktagen gibt es unter   www.nwzonline.de/videos 

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