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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Hier zeigt sich Holz ganz unterschiedlich

13.03.2018

Rastede Gleich fünf zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler auf einen Schlag gibt es zurzeit im Palais in Rastede zu sehen. Die Arbeiten sind alle „vom Holz“, wie der Titel lautet. Schwerpunkt sind figürliche, meist großformatige Arbeiten. Palais-Leiterin Dr. Claudia Thoben fand ihrer Begrüßung auch den Bezug zur engeren Umgebung des klassizistischen Gebäudes: „Das Palais ist umgeben von über 100 Bäumen, erst kürzlich haben wir sechs neue Eichen gepflanzt. Sie hob besonders die Verdienste der oldenburgischen Großherzöge hervor, die sich um die Gestaltung der Umgebung des Palais und des Schlosses verdient gemacht hätten.

Die Einführung in die Kunstwerke übernahm Dr. Rainer Beßling. Detailliert und kenntnisreich referierte er über jedes einzelne Kunstwerk der anwesenden Künstlerinnen und Künstler. Die Figuren von Ulrike Gölner streben elegant und zerbrechlich in die Höhe. Die Natur und organische Formen bilden das Vorbild für ihre Figuren. Bei Klaus Hack sind in der Architektur seiner Arbeiten die Themen des menschlichen Strebens und des Scheiterns angelegt. Der Kaspar, das Krokodil und ein Cowboy – ja, auch eine Familie mit Hund sind bei Reinhard Osiander quasi kantig angelegt. Die Figuren zeigen sich auffallend distanziert und steif. Bemalte unterschiedliche Hölzer konstruieren seine Figuren und Wandreliefs. Die Arbeiten von Ilka Rautenbach vereinen männliche und weibliche Anteile mit einer dritten, ungewissen Komponente, die über die Gattung Mensch hinausweist: Wesen aus einer Zwischenwelt. Wenn bei Lothar Serusets die ausgewählten Baumstücke nicht das hergeben, was er für die gewagten Konstruktionen benötigt, fügt der Künstler sichtbar hinzu, was notwendig ist. Auch in seinen Holzschnitten sind das Balancehalten und das Standortfinden das beherrschende Thema. An keiner der Arbeiten kann man nach Aussage von Beßling unberührt vorbei gehen. „Man fühlt sich angesprochen und bei einigen Werken auch irritiert“, so der Sozialwissenschaftler, Feuilletonist und Kulturredakteur.

Für die musikalische Begleitung sorgte einer der „besten Jazz-Pianisten Deutschlands“, so Thoben, Joe Dinkelbach mit eigenen Kompositionen. Big Smile, Three Colours und Small Land waren seine Themen. Applaus wurde reichliche verabreicht. Joe Dinkelbach hat auf dem Kultursommer 2018 in Oldenburg einen seiner nächsten Auftritte.

Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 21. Mai 2018 jeweils mittwochs bis freitags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. An Karfreitag, 1. Mai und Christi Himmelfahrt ist sie geschlossen. Ostersonntag und -montag sowie Pfingstsonntag und -montag ist sie von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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