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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Hier verzaubern Bands das Publikum

01.07.2019

Rastede Die Rasteder Musiktage sind nicht nur der Höhepunkt des Kulturlebens in der Residenzgemeinde, sondern auch Träger und Garant für eine hohe Musikkultur in Nordwestdeutschland. An Internationalität ist diese Veranstaltung nicht zu überbieten. Mit mehr als 70 Bands aus aller Welt waren die 64. Musiktage von Freitag bis Sonntag in Rastede ebenfalls wieder ein großer Erfolg.

Rund 3200 Musikerinnen und Musiker aus sieben Nationen versammelten sich auf dem Turnierplatz im Schlosspark. So etwa die Musiker des „Jagthorn und Trompeten Ensemble Edelweiss“ aus Heerlen (Niederlande), die mit zackigen Wendungen und rhythmischer Blasmusik vor dem Publikum schritten.

Mit dabei war auch Henry Veldhuis, der bei den „Koninklijike Muzieker St. Caecilia“ aus Saasfeld (Niederlande) mitspielt. Er war das erste Mal in Rastede und lobte die Atmosphäre. Sein Onkel war mit über zwei Metern Riesenmaß der größte Stabführer bei den diesjährigen Musiktagen.

Doch auch alle anderen Bands und Gruppen zogen die Augen auf sich und gaben ihr Bestes. Besondere Ehre wurde dem Spielmann- und Fanfarenzug Hahn-Nethen zu teil: Während man noch auf die Medaillen für die erste Siegerehrung am Samstagabend wartete, fragte Carsten Helms, Vorsitzender der Showband Rastede, das Publikum, ob die Band noch „einen raushauen“ sollte. Das Publikum bat lautstark darum.

„Ich sehe die ganzen Tage nur strahlende Gesichter“, beschrieb Helm den Erfolg der Veranstaltung. Auch der Präsident Torsten Wilters und Steffen Scheffler vom Vorstand waren sehr zufrieden. Am Abend vorher, so erzählten sie, hatten die Teilnehmer aus Malaysia, die „St. Josephs School Band“ und die „Ratchasima Witthayalai Marching Band“ aus Thailand einen gemeinsamen Auftritt im Discozelt. „Das sind so glückliche Momente“, schwärmte Wilters, und Scheffler meinte: „Dafür machen wir das.“

Unter den Teilnehmern der Musiktage waren Neulinge, aber auch sehr erfahrene Gruppen wie der mehrfache Europameister, das „Drum & Bugle Corps Jubal“ aus dem niederländischen Dordrecht. Darüber hinaus waren unter anderem Bands aus Deutschland, Belgien, Polen und Österreich vertreten. Am Freitag hatte Bürgermeister Dieter von Essen alle Teilnehmer vor dem Rathaus begrüßt.

In der Mehrzweckhalle an der Feldbreite wurden am Samstag Konzertbewertungen und Wertungsspiele in Marsch und Showqualität zur Europameisterschaft durchgeführt. Abends wurde es noch einmal bei der Siegerehrung spannend, bis man sich dann auf der Party austoben konnte. Am Sonntag marschierten alle teilnehmenden Vereine auf und spielten gemeinsam die Europa-Hymne „Ode an die Freude“.

Die acht besten Showbands und ein Drum-Corps vom Samstag präsentierten sich am Sonntag ein zweites Mal. Sie alle konkurrierten um den Titel „European Open Champion“. Gleichzeitig hatten die Finalisten die Möglichkeit, ihr Ticket für die Weltmeisterschaften 2020 in Bangkok und 2021 in Rastede zu lösen.

Auf dem Turnierplatz wurde auch für ein Unterhaltungsprogramm für die jüngeren Besucher gesorgt. Die „Spielefeuerwehr Oldenburg“ bot unter anderem eine Kreativbaustelle mit magischem Jonglierakt. Weder Hunger noch Durst musste darüber hinaus das Publikum bei den hohen Temperaturen leiden: Bratwurst, Asia-Food, Süßes und Herbes wurden geboten – und das Bier floss in Strömen.

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