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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Szenische Lesung: Gedenken an Opfer der Nazis

18.12.2019

Rastede Kein Laut war zu hören, als die 350 Schülerinnen und Schüler in der Neuen Aula der Kooperativen Gesamtschule Rastede eine Minute lang des Völkermordes an den Sinti und Roma gedachten. Die Arbeitsgemeinschaft „Für den Frieden“ hatte zu dieser Gedenkstunde eingeladen.

Die Veranstaltung unter dem Titel „Weil sie Sintezza war – Sinti-Frauen im Konzentrationslager“ dokumentierte ein historisches Datum, heißt es in einer Mitteilung der AG. Am 16. Dezember 1942 hatte der „Reichsführer SS“ Heinrich Himmler die Deportation aller europäischen Sinti und Roma in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau angeordnet. In der „Hölle von Auschwitz“ starben 23 000 Sinti und Roma.

500 000 Sinti und Roma fielen dem industriellen Völkermord des Nationalsozialismus zum Opfer – einzig wegen ihrer Geburt, schreibt AG-Leiter Michael Luttmer. Überlebt haben den Holocaust nur 3000 Sinti und Roma.

Im Mittelpunkt der Gedenkstunde standen die Sintezza, die Frauen der Sinti und Roma. Die AG-Mitglieder Liv Lubach, Tjada Kulawik, Hanno Waldholz, Lara Schubert, Viola Kuiper, Sahki Ali Zadahad und Veronika Dinter trugen in einer szenischen Lesung Berichte von sechs Augenzeuginnen vor.

„Mit unserer Gedenkstunde wollten wir die Erinnerung an das Leid der Sintezza wachhalten“, sagte Veronika Dinter. „Insbesondere das Leid, das die deutschen Faschisten ihnen in den Konzentrations- und Vernich-tungslagern zufügten – in Moringen und in Lackenbach, in Buchenwald, in Ravensbrück und in Auschwitz-Birkenau“, ergänzte ihre AK-Kollegin Viola Kuiper.

Begleitet wurde die szenische Lesung der AG „Für den Frieden“ von der Oldenburger Band Sinti Swing. Die drei Musiker verstärkten die Botschaft der AG durch eine Darbietung mit intensiven Emotionen und mit viel musikalischem Können. Gitarrist Patrick Schwarz zeigte sich angetan von der Veranstaltung: „Ich komme gerade aus Auschwitz-Birkenau. Die Gedenkstunde der AG ,Für den Frieden‘ hat meine Erinnerung an das Leid der Sinti und Roma ganz lebendig gemacht. Dafür gebührt den AG-Mitgliedern meine Anerkennung und mein Dank.“

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