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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Tipps und Tricks vom Profi-Trompeter

30.01.2018

Rastede „Ihr müsst die Arme weit ausstrecken und den Kopf heben, wenn ihr die Luftsprünge macht.“ Marcus Brown-Adams lässt einige Bewegungsabfolgen immer wieder trainieren. Schließlich soll die Choreographie stimmen, wenn die Mädchen und jungen Frauen mit ihren Fahnen hantieren.

Während am vergangenen Wochenende in der kleinen Turnhalle an der Feldbreite die Fahnenträger von verschiedenen Showbands aus dem gesamten norddeutschen Raum Abläufe einüben, haben sich die Musiker in die Räume der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede zurückgezogen, um unter professioneller Anleitung weiter an ihrem musikalischen Können arbeiten.

Bereits zum zweiten Mal ist Marcus Brown-Adams als Trainer und Dozent bei dem seit 20 Jahren immer Ende Januar stattfindenden Workshop dabei, der vom Music & Marching-Center Oldenburg in Zusammenarbeit mit der Showband „Spirit of 52“ Rastede organisiert wird. Nach dem Training ist er mit den gezeigten Übungen und Abläufen der Teilnehmerinnen zufrieden, auch wenn bei dem Fangen der Fahnenstangen nicht immer alles nach Plan läuft.

Insgesamt 195 Musiker im Alter von knapp acht Jahren bis etwa 50 Jahren hatten sich für den zweitägigen Kurs angemeldet. Dabei werden insgesamt 15 Workshops angeboten. „Es ist interessant zu beobachten, wie hier die Szene der Showbands zusammenwächst. Und wir möchten mit diesem Angebot über den Tellerrand hinausschauen und neue Techniken lernen“, erklärt Hans-Friedrich Wilters vom Music & Marching-Center Oldenburg. Ihm ist es in erster Linie zu verdanken, dass einige Hochkaräter den Weg nach Rastede fanden.

Zu ihnen gehört auch Rüdiger Baldauf, der wie der Amerikaner Roger Carter zum ersten Mal in Rastede Wissen an die Teilnehmer weitergibt. In der Musikszene ist der 56-jährige Kölner bestens bekannt. Bei der Sendung „RTL Samstag Nacht“ war er als Trompetenspieler ebenso Mitglied der Bühnenband wie bei „TV Total“. Insgesamt war der Musiker gut 20 Jahre im deutschen Fernsehen tätig.

„Ich möchte hier andere Aspekte in das Trompetenspiel einfließen lassen, die über einen didaktischen Aufbau bis hin zu technischen Raffinessen reichen.“ Für den Workshop und den begleitenden Unterricht hat er für sich das Motto „Alles rund um den Mund“ gewählt. „Wenn jemand beim Spielen einer Trompete kaum Mundmuskulatur einsetzt, dann ist er für mich ein Naturtalent.“ Wichtig ist ihm auch, den Teilnehmern beizubringen, wie sie die Luft richtig einsetzen.

Dass die Teilnehmer unterschiedliche Voraussetzungen in ihrem musikalischen Können mitbringen, stört Baldauf nicht weiter. „Wenn die Leute am Ende sagen können, ‚es hat mich weitergebracht‘, bin ich mit dem Verlauf zufrieden. Und manchmal lerne auch ich noch dazu.“ Der zweitägige Workshop hat ihm so viel Spaß gemacht, dass er gern im kommenden Jahr wieder als Trainer und Dozent dabei ist.

Wie ihm ergeht es den Verantwortlichen um Tanja Wilters von der Showband Rastede und Hans-Friedrich Wilters. „Alle haben zwei Tage intensiv mitgearbeitet, dazu hatten sie auch die Zeit, andere Teilnehmer kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen“, sagen die beiden.