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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Knalleffekte zum Auftakt im Park der Gärten

26.05.2019

Rostrup Showbands, Akrobaten, Volkstänze, Rap und Swing, Pantomime, Teezeremonie, plattdeutsches Puppentheater und noch so viel mehr: Dass der Nordwesten eine unglaubliche Bandbreite an kulturellen Angeboten hat, zeigte am Wochenende das Kulturfestival „Land aufs Herz“ im Park der Gärten in Rostrup.

Rund 450 Akteure hatte Programmleiterin Annie Heger für das Programm engagiert – und diese hatten auf 140 000 Quadratmetern Parkfläche eine ganze Menge Platz, um sich zu präsentieren. „Überall ist etwas los“, freute sich Heger. Für die Ostfriesin besonders wichtig: Die Besucher zusammenbringen. „Wir sollten uns auf das konzentrieren, was wir gemeinsam haben, nicht, was uns trennt.“ An jeder Ecke konnte der Besucher etwas Neues entdecken. Zum Beispiel Boßeln, Klootschießen, Zauberei, Slam Poetry, Marktgestöber, Handwerk oder Sagen aus dem Oldenburger Land.

Shanty Chor, Showband und New Folk auf der Bühne

Das Festival zeigte aber nicht nur die kulturelle Vielfalt der Region, sondern brachte auch Tradition und Moderne, Jung und Alt ganz nah beieinander. Während die jungen Turnerinnen und Turner des TV Elmeloh Sportakrobatik zeigten, trat wenige Meter weiter die Volkstanz- und Trachtengruppe aus Jever auf. Zudem sangen die Männer des Shanty-Chors Bad Zwischenahn Lieder von stürmischer See, während die „Youngstars“ der Showband Rastede auf der Wiese ihr Können zeigten. Auf weiteren Bühnen gab es Swing, Singer&Songwriter-Musik, Chor, Rap und sogar New Folk zu hören.

Auf die Ohren gab es zum Beispiel auch plattdeutsche Kolumnen – „Hör mal’n beten to“ konnten die Besucher gemütlich im stilechten Strandkorb genießen. Bei Titeln wie „Muffkopp“ oder „Dörpsparty“ hörte man unter anderem die Stimmen von Werner Momsen, Annie Heger oder Yared Dibaba. Und wer für kurze Zeit mal vom Trubel abschalten wollte, konnte sic auf den verzweigen Wegen des Parks – zum Beispiel zwischen den hohen Rhododendron-Büschen – etwas Ruhe gönnen.

Zauberhafte Eröffnungsgala

Am Freitagabend gab es bereits einen Vorgeschmack auf das Festival: Der Entertainer Andi Steil und die Plattsnuut Insina Lüschen führten humorvoll und mit viel Engagement in wechselnden Kostümen durch den Abend. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt der „Green Spirits“ aus Sandkrug: 13 junge Mädchen zeigten alle Facetten der Akrobatik und des Tanzens in Vollendung, Eleganz und Anmut. Der im wahrsten Sinne des Wortes zauberhafte Clown „Monsieur Momo“ hatte alle Tricks drauf, die das Publikum zu frenetischem Applaus veranlassten. Ein Beispiel: Er stopfte ein rotes Tuch in das linke Ohr und zog es aus dem rechten wieder heraus. Holger Edmaier und Lilly Sommerfeld überraschten sowohl mit Chansonklängen als auch mit teilweise sehr bissigem Kabarett.

„Gartenkultur hat eine große Bedeutung“, das stellte Christian Wandscher, Geschäftsführer vom Park der Gärten, bei der großen Gala zur Eröffnung des Kulturfestivals fest.

Der ländliche Raum könnte in Vergessenheit geraten, meinte Thomas Kossendey, Präsident der Oldenburgischen Landschaft. Es sei aber der große Vorteil, dass die Kultur im ländlichen Raum von den Akteuren selbst gemacht sei – im Gegensatz zur Stadtkultur, die häufig von fremder Hand produziert werde, wusste Kossendey: „Kulturarbeit im ländlichen Raum ist wichtig.“

Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, sprach von der Stärkung und dem Austausch der regionalen Identitäten, die besonders wichtig sei. „Kultur ist der Kitt der Gesellschaft“, meinte der Minister. Die Kultur als Pflichtaufgabe müsste bezahlbar sein, damit möglichst eine breite Schicht sie in Anspruch nehmen könne. Besonders hob er die Bedeutung der Privatwirtschaft als Sponsoren für die Kulturarbeit hervor: „Die staatlichen Leistungen können nicht beliebig vermehrt werden“, stellte Thümler fest. Entschleunigung sei das Stichwort für alle Menschen, die die Kultur im ländlichen Raum in Anspruch nehmen, so Thümler. Er wünsche der Kultur Langlebigkeit.

Tonia Hysky Redakteurin / Newsdesk
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