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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Comedy-Gipfel am Meer

24.08.2018

Rostrup /Portsloge Im Comedy-Dauereinsatz war Thieß Neubert am Mittwoch und Donnerstag in seiner alten Heimat. Als Gesicht der Postillon24-Nachrichten war der Zwischenahner mit Wohnsitz im Allgäu am Mittwoch gemeinsam mit Kollegin Anne Rothäuser im Park der Gärten, um dort in der Reihe „Zu Gast im Park“ für Lacher zu sorgen. Eher Zufall war es, dass dort einen Abend später, am Donnerstag, auch Markus Krebs mit seinem Programm „Permanent Panne“ vor ausverkauften Sitzreihen auf der Bühne stand.

Die beiden Comedians kennen sich lange, Krebs ist Stammgast in der „kleinen Kneipe“ – begonnen hat das vor Jahren mit Neuberts Comedy Night in Zwischenahn. Also musste der Zwischenahner auch nicht lange bitten, als er Krebs für eine Rolle in einem neuen Postillon-Clip gewinnen wollte. Wer die Meldungen der Satire-Nachrichtenseite verfolgt, kennt die Story: „Neun von zehn Männern böllern zu früh“, so das sehr zweideutige Ergebnis einer angeblichen Studie. Einen dieser Männer spielt Krebs, ohne die „Ruhrpott-Mütze“ erst kaum zu erkennen. An seiner Seite ein weiteres bekanntes Gesicht aus Bad Zwischenahn: Sabine Krüger. Auch die kennt Neubert schon Jahre und auch sie musste er nicht zweimal fragen, ob sie mitspielen würde.

Durchaus ein wenig improvisiert – aber hochkonzentriert – wurde am Donnerstagnachmittag bei Neuberts Familie gedreht, die kurz hinter der Gemeindegrenze in Portsloge lebt. Auf das Ergebnis müssen Postillon-Fans noch etwas warten. „Wir werden das Video zu Silvester veröffentlichen“, so Neubert.

Der war nach dem Auftritt im Park der Gärten am Mittwochabend noch total begeistert von Publikum in seiner Heimatgemeinde. Das galt allerdings auch umgekehrt.

Mit Rothäuser hatte Neubert einige der Postillon-Nachrichten regionalisiert und dabei an Zwischenahn-Klischees nicht gespart. So „raste“ an diesem Abend ein Rentner nicht in Stuttgart, sondern in Bad Zwischenahn mit seinem Rollator in eine Menschenmenge. Im eingespielten Videoclip erkannten aufmerksame Zuschauer Markus Krebs als „Opfer“. Und auch die Nachricht über die erste „Seniorenklappe“, in der Opa anonym abgegeben werden kann, spielte im Kurort.

Die Feuerwehr Westerstede, so hieß es in einer der Meldungen, habe ein neues Mittel, um Gaffer bei ihren Einsätzen im Zaum zu halten: Einen Wagen, aus dem heraus Bratwurst und Bier verkauft werden kann. Von abgegrenzten Bereichen könnten die Gaffer dann das Geschehen verfolgen. Leicht zynische Sätze wie „Wer in der einen Hand ein Bier und in der anderen eine Bratwurst hat, kann keine Sanitäter mehr schubsen“, zogen sich auch durch das weitere Programm: Donald Trump, Verschwörungstheoretiker und die Planer des Flughafens BER bekamen ihr Fett weg. Neubert und Rothäuser dagegen bekamen nach 90 Minuten vor allem jede Menge Applaus, selbst die Älteren unter den Besuchern nahmen ihnen die Rentner-Witze sichtlich nicht übel.

Kein Wunder also, dass Markus Krebs sich auf seine eigene Show am Donnerstagabend besonders freute. Im Park der Gärten feierte er seine persönliche Premiere. Für den Komiker aus dem Ruhrpott, der längst große Hallen füllt, wurde das ein fast intimes Gastspiel. Im Publikum natürlich: Neubert, Rothäuser und das Postillon-Team.

Christian Quapp
Redakteur
Redaktion Bad Zwischenahn
Tel:
04403 9988 2630

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Feuerwehr Westerstede | BER | Park der Gärten

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