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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Schamanischer Abend In Rostrup: Im Park der Gärten geht’s rund

01.08.2019

Rostrup Die Welt des Schamanismus ist Gegenstand des schamanischen Abends am Freitag, 2. August, im Park der Gärten. Dabei geht es von 19 bis 24 Uhr darum, für die Besucher diese uralte Weltsicht lebendig werden zu lassen. Und weil im Schamanismus Mutter Erde im Zentrum von allem steht, haben sich die Veranstalter etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Neben dem Park der Gärten ist auch das Landesmuseum für Natur und Mensch in Oldenburg mit einer Ausstellung beteiligt, um das Thema wissenschaftlich zu begleiten.

Denn auch im Zentrum dieses mystischen Abends mit insgesamt sieben Stationen – darunter schamanische Rituale und Mitmach-Aktionen – steht Mutter Erde, allerdings als Nachbau aus rostigem Stahl – 3,80 Meter hoch, 300 Meter Stahlstangen, 400 Kilogramm schwer. Gebaut haben das Modell Rolf Ellinghausen und Maik Ellberg, Ausbilder der gemeinnützigen Werkstätten „Aqua“ in Oldenburg, mit 15 ihrer Auszubildenden. Und das war gar nicht so einfach.

„Der Park der Gärten hatte bei uns angefragt, ob wir so etwas bauen können“, denkt Rolf Ellinghausen zurück. „Eigentlich sollte die Erde einen Durchmesser von fünf Metern bekommen, aber beim Nachmessen haben wir festgestellt, dass unsere Halle nicht groß genug ist.“ Aber die Ausbilder und angehenden Metallfeinarbeiter, unter ihnen Lernschwache und Schulabbrecher, machten sich trotzdem ans Werk. „Wir haben zunächst das Größenverhältnis umgerechnet“, erklärt Maik Ellberg, „und haben das Grundgerüst mit Äquator und Mittelachse gebaut.“

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Viele Probleme

Dann wurde es kompliziert, denn die Kontinente mussten irgendwie maßstabsgetreu auf eine Blechtafel übertragen werden. Dort half eine Idee aus dem Kunsthandwerk. Karten der einzelnen Kontinente wurden aus Atlanten kopiert. Der Maßstab wurde übertragen und Raster wurden zunächst auf die Karten, dann auf Stahl gezeichnet. Frei Hand wurden dann die Kontinente nachgezeichnet, dann mit dem Plasmaschneider ausgeschnitten.

„Dann kam das nächste Problem, das Biegen“, sagt Ellinghausen. „Zuerst haben wir versucht, die Formen zu befestigen, ohne sie vorher zu biegen, doch durch die Spannung lösten sie sich immer wieder.“ Also habe man sie in 300 bis 400 Millimeter breite Streifen geschnitten. Das klappte gut. „Angefangen haben wir mit Afrika. Vorher haben wir auf dem Globus geschaut, wo genau es befestigt werden muss“, beschreibt Rolf Ellinghausen.

Am Ende stellte sich nur noch die Frage nach dem Transport: „Das Modell musste in vier Teile zerlegt werden, ohne dass zu viele Kontinente zerteilt werden“, sagt Ellinghausen, dem schon zuvor bewusst war, „dass ein paar Knackpunkte kommen würden“. Aber alles lief nach Plan. „Als alles fertig war, dachte ich nur ’wow, das ist sehr imposant’“, sagt Christian Wandscher, Geschäftsführer des Parks der Gärten.

Die Installation, die im Dunkeln beleuchtet wird, bildet nun das Zentrum des schamanischen Abends. Und zu erleben gibt es an diesem einiges. Etwa sogenannte Krafttiere, also Holzskulpturen, deren Bedeutung erklärt wird, und einen Chakrenpfad, der einen Spaziergang durch die sieben Energiezentren des Menschen ermöglicht. Hinzu kommen eine Ausstellung „Zauberpflanzen und Pflanzenzauber“, Mitmachaktionen für die Familie (Knochenschnitzen, beispielsweise Amulette), Vorführungen wie Räucherzeremonien – und ein Dankbarkeitsgebet lädt zum Innehalten ein.

In Sachen Musik und Licht warten besondere Höhepunkte. Feuer und Licht, Livemusik mit Trommeln und Didgeridoos schaffen eine magische Atmosphäre. Auch eine Dankbarkeitszeremonie für die Erde (Despacho) wird vorbereitet. Zudem können indianische Talking Sticks gestaltet werden.

Besonderes Projekt

Das Programm stammt von Monika Böhlje aus Westerstede und dem schamanischen Team. „Sie haben ihre Ideen eingebracht“, sagt Andrea Röben, Veranstaltungsmanagerin des Parks der Gärten, „um das Thema Schamanismus für die Allgemeinheit zu öffnen.“

Für Maik Ellberg ist solch eine Projektarbeit etwas ganz Besonderes – schon mit überdimensionalen Weingläsern und einem beleuchteten Kaktus haben sie in der Vergangenheit den Park der Gärten bereichert: „Die Auszubildenden haben die Möglichkeit, über einen längeren Zeitraum an einer Sache zu arbeiten. Sie lernen, bei Problemen nicht aufzugeben, sondern sich an einer anderen Herangehensweise zu versuchen. Am Ende haben sie etwas geschaffen, das sie einem breiten Publikum und sich selbst präsentieren können.“

Der schamanische Abend ist im Parkeintritt enthalten. Ab 22 Uhr ist er vergünstigt und kostet 8 Euro. Die Kasse ist bis 23 Uhr geöffnet.

Ingo Schmidt Redakteur / Redaktion Westerstede
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