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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Wo Sancho Pansa Platt spricht

22.06.2018

Rostrup Die Motormühle in Rostrup hat zwar keine Mühlenflügel, die sie wie einen Riesen erscheinen lassen könnte: Dennoch bietet sich für das erste selbst produzierte Theaterstück des Fördervereins für Mühlen und Kultur – Zwischenahner Kirchmühle die Geschichte von „Don Quijote“ geradezu an. Seit fünfzehn Jahren gibt es den Verein und er hat die fast vergessene ehemalige Motormühle „Lüttmann“ in Rostrup als kulturellen Treff erfolgreich wiederbelebt.

Erstmals möchte der Verein nun ein Theaterprojekt verwirklichen. Mit plattdeutscher Sprache und Laiendarstellern könnte es Grundlage für eine eigene Theater-AG des Vereins werden.

Für die Premiere gibt es aber Unterstützung – und zwar von Christoph Huber und Stefan Dehler. Die Darsteller vom Theaterkollektiv „stille hunde“ aus Göttingen sind Besuchern der Motormühle von vielen Gastspielen bekannt. Sie werden in die Rollen von Sancho Pansa und Don Quijote schlüpfen und gemeinsam mit, so hofft der Verein, vielen „Platt snackenden“ Laiendarstellern ab Herbst 2018 ein Theaterstück erarbeiten, das im November in der Mühle Rostrup Premiere haben wird.

Die Darsteller werden über einen Workshop ausgebildet und ausgewählt, das Projekt wird durch Mittel der Oldenburgischen Landschaft gefördert.

Für die beiden Schauspieler passt der Stoff perfekt zu einer plattdeutschen Bearbeitung: „Die gekünstelte Schriftsprache vom Quijote steht im Gegensatz zu seinem bäuerlichen Diener Sancho und symbolisiert schon den ersten Schritt weg aus einer Wirklichkeit. Und in unserer Bearbeitung spricht nicht nur Sancho, sondern das ganze arbeitende Volk jetzt Platt“, sagt Stefan Dehler. Nur Don Quijote wird auf der Bühne hochdeutsch sprechen.

Die Laienschauspieler bräuchten vor allem Neugier und den Mut, sich auf der Bühne in jemand anderes zu verwandeln, sagen beide. „Spezielle Fähigkeiten müssen sie nicht mitbringen, die werden wir schon herausfinden“, sagt Huber.

Aber nicht nur die Laienschauspieler werden vor einer Herausforderung stehen: Der Schweizer Huber und der Süddeutsche Dehler müssen Plattdeutsch pauken. „Ich erinnere ich mich noch sehr gut an ein hervorragendes Deutschlehrbuch mit einem plattdeutschen Text: Min Vadder, de Tünnleger. Die Geschichte hat mich fasziniert, sprachlich und technisch“, sagt Dehler. Huber gibt zu: „Das wird sicher sauschwer. Ich habe als Schweizer ja muttersprachlich einen ganz anderen Background. Bemerkt habe ich schon, dass man hier gerne nicht so viel spricht, das könnte mir entgegenkommen. Ich hoffe, dass bei den Mitwirkenden ganz viele sind, die Platt können, damit ich mich leichter reinfinden kann.“

Huber und Dehler haben Erfahrung mit Projekten mit Laiendarstellern. „Wir werden uns zunächst in gemeinsamen Workshops bei praktischen Theaterübungen kennenlernen und dabei die offensichtlichen und verborgenen Möglichkeiten und Talente ausloten“, sagt Dehler. Und Huber ergänzt: „ Danach werden wir versuchen, die Mitspielenden so einzusetzen, dass ihre Fähigkeiten zum Zuge kommen.“

Wer mitwirken will, kann sich bei Bernhard Kühne vom Förderverein Kirchmühle unter Telefon   0 44 03/62 04 38 oder per E-Mail an muehle-rostrup@gmx.de informieren und anmelden. Die Teilnahme ist für die Laiendarsteller komplett kostenlos.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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