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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Wo Erinnerungen gefragt sind

29.01.2019

Scheps „Wer ist denn das Mädchen links auf dem Bild?“, fragt eine Besucherin in den Raum. „Das bin ich“, erklärt Brunhilde Büsing. Sie besuchte am Wochenende wie über zwanzig weitere Schepser das Hus för Dörp u Lü, um dort alte Bilder zu betrachten. Eingeladen hatte die Arbeitsgruppe „Chronik Scheps“ um Petra Setje-Eilers und Hinrich Bischoff.

Für die zumeist älteren Gäste war dieser Nachmittag eine Reise in die Vergangenheit. Rund 60 Aufnahmen wurden gezeigt, ob alte Häuser, Familienaufnahmen oder Gruppenfotos wie eines vom Gesangsverein Scheps oder auch von der Gruppe Mädchen und Jungen einer Tanzschule, die ihre Stunden Ende der 1960er Jahren bei Nemeyer gab und auf dem sich auch Brunhilde Büsing wiedererkannte. „Überrascht war ich nicht, mich hier zu sehen. Das Foto ist ja bekannt. Das habe ich auch zu Hause.“

Für Petra Setje-Eilers und Hinrich Bischoff war es wichtig, mehr über die Bilder zu erfahren. „Wir müssen diese ja auch korrekt beschriften und betiteln können, wenn sie in die Chronik mit aufgenommen werden sollen“, so Setje-Eilers. Seit knapp zwei Jahren arbeitet die Arbeitsgruppe an einer Schepser Chronik, ein Ende ist noch nicht in Sicht. „Natürlich ist es einfacher, Vergleichbares über einen Verein zu erstellen. Eine Dorfchronik ist da wesentlich umfangreicher, zumal Scheps schon über 700 Jahre alt ist“, sagt Petra Setje-Eilers.

Einige der Teilnehmer waren bestens informiert, was sowohl Häuser als auch Personen betraf. „Das ist doch der Hof von Oltmer“, wurde bei einer Aufnahme spontan gerufen. Entsprechend wurde das Bild auf einer Liste markiert. Andere kannten das Gebäude, in dem sich jetzt das Dorfgemeinschaftshaus befindet (früher war hier ein Einkaufsladen und danach eine Bankfiliale). Die meisten der an diesem Nachmittag gezeigten Aufnahmen stammen aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, das älteste Foto wurde 1897 aufgenommen, auf ihm ist eine Schulklasse der Schepser Schule abgebildet.

Es sind aber nicht nur Infos zu Bildern, die das Chronikteam interessieren. Auch die Geschichten, die dahinterstehen, sind gefragt. „Es soll eine lebendige Chronik werden, in der auch die Bewohner von Scheps Platz erhalten. Und natürlich gibt es immer wieder humorvolle Begebenheiten oder auch eher Unbekanntes, das veröffentlicht werden soll „So sollte 1954 in Scheps eine Polizeistation eingerichtet werden, weil damals die Kriminalitätsrate wohl ziemlich hoch war“, beschreibt Petra Setje-Eilers ein Beispiel einer möglichen Geschichte, an die sich sicherlich noch einige ältere Einheimische erinnern werden.

Wann die Schepser Chronik erscheinen wird, steht noch nicht fest. Das Team hofft auf noch mehr Material in Form von Bildern und Geschriebenes und auch darauf, dass die eine oder der andere Lust hat, sich in die aktive Arbeit einzubringen.

„Wir treffen uns an jedem dritten Mittwoch im Monat ab 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Jeder, der Zeit hat, ist herzlich willkommen, hier mitzumachen.“ Wissen und Erinnerung sind gefragt.

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