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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Plattdeutschtheater: Spälköppel glänzt mit Klassiker

17.08.2010

BAD ZWISCHENAHN „Das gut gebaute Stück ist immer mit Erfolg spielbar, wenn Vollblutschauspieler zur Verfügung stehen. Modernisierungen sind unangemessen, denn handlungswichtige Momente sind neben einander so nur in den 50er Jahren denkbar.“ Der Journalist Karl Veit Riedel, der 1991 für die Oldenburgische Landschaft den ersten von drei Bänden mit Plattdeutschen Theaterstücken herausgab, bescheinigt dem Stück „Dat Hörrohr“, dass es ein Selbstläufer ist, wenn es entsprechende Schauspieler gibt.

Davon hat das Spälköppel des Heimatvereins Bad Zwischenahn zweifellos eine ganze Reihe – und somit steht einem Erfolg der neuen Inszenierung eigentlich nichts mehr im Wege. Am kommenden Sonnabend, 21. August, wird im Ammerländer Bauernhaus Premiere mit dem Klassiker von Karl Bunje gefeiert.

Aufgrund des Jubiläums des Ammerländer Bauernhauses – es wurde vor genau 100 Jahren eingeweiht – hatte das Spälköppel gezielt nach einem plattdeutschen Klassiker gesucht – und mit Bunjes „Hörrohr“ zweifellos gefunden. Zuletzt wurde es 1992 im Ammerländer Bauernhaus gespielt: In jenem Jahr, als Klaas Düring die Spielleitung des Spälköppels übernahm. Düring spielt in der aktuellen Inszenierung den schwerhörigen Opa Meiners, um dessen Hörrohr, besser: dessen Hörrohre sich die lebendige Geschichte rankt.

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Neben Düring wirken Sabine Krüger (Berta Meiners), Andreas Blendermann (Jochen Meiners), Irmtraud Lüttmann (Elke Saathoff), Jan Oltmer (Bernd Eikhorst), Annegret Gerken (Lieschen Quatfasel), Jürgen Schlenz (Tobias Quadfasel), Achim Bartels (Arnold Hogeback), Heiko Koch (Notar Fesenfeld) sowie die Topustersche Maren Harms und Marin Düring mit.

Der Hofbesitzer Opa Meiners ist schwerhörig. Sein trotteliger Sohn Jochen und dessen habgierige Frau Bertha wollen den Hof endlich überschrieben bekommen, um aus dem ehemaligen Erbkrugrecht wieder Gewinn zu ziehen. Elke Saathoff, die als verwaiste Enkelin ins Haus genommen wurde, und der tüchtige Knecht Bernd Eikhorst (den Elke liebt), verhelfen Opa zu einem neuen Hörrohr – und so dauert es nicht mehr lange, bis Opa merkt, was Sohn und Schwiegertochter mit ihm im Schilde führen.

Der Auto Karl Bunje gehört zu den großen Autoren des norddeutschen und niederdeutschen Volkstheaters. 1897 in Neuenburg als Sohn eines Malermeisters geboren, besucht er die Dorfschule in Neuenburg, dann die Oberrealschule in Wilhelmshaven, 1914 wird er Verwaltungsanwärter im Oldenburgischen Staatsdienst, tritt 1920 in die Reichsfinanzverwaltung ein und ist ab 1937 Steuerinspektor und Betriebsprüfer in Brake und Cloppenburg – als er sich für das Schreiben und gegen eine Laufbahn als Steuerbeamter entscheidet: Er lebt fortan als freier Schriftsteller. 1985 stirbt er in Köln.

Die meisten seiner insgesamt 16 Bühnenstücke sind als Hörspiele bearbeitet gesendet worden. „Dat Hörrohr“ stammt aus dem Jahr 1954, als er in Hatten-Sandkrug lebte und arbeitete.

Nach der Premierenaufführung am 21. August ist „Dat Hörrohr“ bis Ende Oktober drei oder viermal die Woche auf dem Flett des Ammerländer Bauernhauses zu sehen. Insgesamt sind 34 Aufführungen geplant – die Eintrittskarten werden jedoch schon wieder knapp. Wer sich also noch Karten sichern möchte, sollte sich umgehend im Ammerland-Hus, Auf dem Winkel 26, montags bis sonnabends von 8 bis 12 Uhr, mittwochs bis freitags von 16 bis 18 Uhr oder telefonisch unter Telefon  04403/ 81 63 27 melden.

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