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Serie: „Spaß am Singen für uns entscheidend“

13.01.2012

BOKEL Der Name „Frohsinn“ verpflichtet, sagt Dieter Buschmann. Der Vorsitzende des Männergesangvereins „Frohsinn“ Bokel ist wie seine Sangesbrüder der festen Überzeugung, dass der Chor auch deshalb nach wie vor einen großen Stamm an Sängern halten kann, weil man in Bokel die Chorarbeit zwar wichtig nimmt, sie aber nicht „verbissen“ betreibt. Wohl auch deshalb kann „Frohsinn“ auf ganz aktuell 36 aktive Sänger zurückgreifen – was umso erstaunlicher ist, als der Chor seine höchste Mitgliederzahl in den Jahren 1955/56 erreichte: 37. Das zumindest meldet auch die Festschrift zum 100-jährigen Bestehen des Chores im Jahr 2010: Da übrigens hatte „Frohsinn“ 31 Mitglieder.

Und so sehen die Bokeler Sänger angesichts des schon zahlenmäßig guten Stammpersonals gar keine Notwendigkeit, Frauen in die Reihe der Aktiven einzugliedern – auch wenn Frauen mittlerweile Mitglied im Verein sind und der Chor mit Gerda Eggen in den Jahren 2000 bis 2003 sogar – einmalig in seiner Vereinsgeschichte – eine Dirigentin hatte.

Wenn die „Frohsinn“-Sänger donnerstagabends von 20 bis 22 Uhr in Martens Gaststätte zum Übungsabend zusammentreffen, dann liegt vor jedem Sänger ein Ordner mit 130 Liedern auf dem Tisch. Das „Repertoire“ von Film- bis zu geistlicher Musik umfasst dabei auch etwa zehn Prozent plattdeutsche Lieder. „Das Plattdeutsche hat bei uns einen hohen Stellenwert“, sagt Dieter Buschmann, der den Verein seit 1989 leitet und der mittlerweile siebte Vorsitzende seit der Gründung ist. Gerade bereiten sich die Sänger unter musikalischer Leitung ihres Dirigenten Matthias Bösch auf das 61. Gemeindesängerfest vor, das am 20. Mai im Spohler Krug in Spohle stattfinden und in diesem Jahr – wie berichtet – vom Gemischten Chor „Sangeslust“ Mollberg ausgerichtet wird. Und dort wird „Frohsinn“ wie stets auch ein plattdeutsches Lied präsentieren. Das 1951 erstmals veranstaltete Gemeindesängerfest geht auf eine Initiative des damaligen Bokeler Dirigenten Heinrich Vogelsang zurück – und natürlich hat auch der Bokeler Chor bislang nicht ein einziges der Sängerfeste verpasst.

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Ungeachtet seiner vielen sonstigen gesanglichen Aktivitäten hat der Bokeler Männerchor bislang zumindest in seiner Nachkriegs-Vereinsgeschichte noch kein abendfüllendes Konzert allein bestritten. „Das ist nicht unser Ding“, erklärt Buschmann. Er verweist stattdessen auf die vielen Auftritte bei Jubiläen im Ort, die allerdings beinahe Konzertabend-Länge haben können, auf den vom Chor alljährlich veranstalteten Bokeler Abend mit auch sehr humoristischem Programm (in diesem Jahr am 20. und 21. Oktober bei Martens) und auf das „Singen im Wald“, dass in diesem Jahr am 1. Juni im Mansholter Busch bei der Jagdhütte zum bereits 17. Mal stattfinden wird. Beides sind „Eigengewächse“ des Chores, die sich nach wie vor ungeteilten Zuspruchs erfreuen. Wobei bei beiden Veranstaltungen stets auch ein „Ableger“ des Chores – die Bokeler Feierabendmusikanten – zusätzlich für Stimmung sorgt. Auch die Auftritte bei „Wort und Musik zum Advent“ in der Wiefelsteder St. Johannes-Kirche sind für „Frohsinn“ fester Bestandteil alljährlicher Aktivitäten, zu denen sich Ausflüge und Fahrradtouren gesellen. „Vor allem aber ist für uns der Spaß am Singen entscheidend“, betont der Vorsitzende. Und den beweisen die Sänger nicht zuletzt bei den Singabenden, zu denen donnerstags natürlich neue Sänger immer willkommen sind.

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