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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Sanierung: Spitze bald wieder sturmfest

14.03.2017

Bad Zwischenahn Erstaunlich warm ist es am Montagvormittag in 26 Metern Höhe über Bad Zwischenahn. Die Arbeiter auf dem Gerüst rund um den Westturm der St.-Johannes-Kirche fühlen sich hier auch im kurzärmligen T-Shirt wohl. Leider versperrt der Arbeitsplatz der erstaunlich schwindelfreien Männer die ansonsten sicherlich atemberaubende Aussicht auf das Zwischenahner Meer, den Ort und die weite Umgebung. Allerdings ist die Anwesenheit der Arbeiter der Grund, warum Pastor Christian Wöbcken und Pastorin Petra Adomeit heute unter anderem Claus Ribken und Helmut Hülsmann vom Vorstand der Erwin-Roeske-Stiftung hoch in den Turmreiter geführt haben. Wenig Platz ist hier oben, drei Personen können nur stehen, wenn die Luke, durch die man die Turmspitze betritt, gleich wieder geschlossen wird.

In dem dunkeln Aufbau auf der Spitze des Kirchturms, der momentan wegen des Gerüsts kaum zu sehen ist, hängen die beiden Uhrschlagglocken, deren Ton weit über das Meer zu hören ist. Der Turm selbst ist zwar von 1986 bis ’88 saniert worden, die mächtigen Balken des Turmreiters aus Tannenholz wurden damals aber nicht angerührt.

Bis zu 65 000 Euro

Jetzt sind sie, wie Architekt Achim Wiechmann sagt, feucht und nicht mehr sicher. Vier Balken aus der sechseckigen Konstruktion weisen Faulstellen auf – sie sollen repariert werden. Deshalb das große Gerüst. Das nötige Material von innen über steile Treppenstufen und Holzleitern in den Turm zu bekommen wäre nicht möglich gewesen.

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Stückweise würden die Balken herausgenommen und ersetzt, erklärt Pastor Wöbcken. Die Balken komplett zu tauschen sei selbst mit Gerüst nicht umzusetzen. „Wir wüssten gar nicht, wie wir die hier hoch bekommen sollten. Da müssten wir das Dach schon komplett abdecken.“

Das aber soll nicht geschehen, denn die Baumaßnahme wird auch so schon teuer genug. „60 000 bis 65 000 Euro“ schätzt Wiechmann, wird es am Ende kosten, die Konstruktion des Turmreiters für weitere 50 Jahre wetter- und sturmfest zu machen. Bei dieser Gelegenheit soll auch die Turmspitze neu vergoldet werden.

Deshalb ist der Besuch der Vorstandsmitglieder der Roeske-Stiftung an diesem Tag auch sehr willkommen. Die haben nämlich einen Scheck über 2000 Euro dabei. Das Geld stammt zum Teil vom Ehepaar Bernd und Imke Homberg, die bei ihrer Hochzeitsfeier die Gäste um Spenden statt um Geschenke gebeten hatten. Die Spende des Paares in Höhe von 1550 Euro hat die Stiftung auf 2000 Euro aufgestockt.

Viel zu entdecken

Weitere Spenden kann die Kirchengemeinde aber gut gebrauchen, die 65 000 Euro sind noch nicht erreicht.

Auf dem Weg in den Turm der Kirche gibt es übrigens noch viel mehr zu entdecken, und Pastor Wöbcken zeigt es gern. An vielen Stellen im Turm und unter dem Dachstuhl haben sich Handwerker verewigt, die im Laufe der Jahrhunderte hier gearbeitet haben.Schwindelfrei sollte sein, wer sich über den Gewölben der Kirche umsehen möchte. Nur ein schmaler Steg aus drei Holzbohlen führt über die Gewölbebögen, zwischen denen es meterweit in die Tiefe geht. „Bis zur letzten Sanierung gab es hier noch nicht einmal das Geländer“, sagt Wöbcken, der die Geschichte des ältesten Gebäudes in Bad Zwischenahn genau studiert hat – in seinen ältesten Teilen reicht der Bau bis in die Zeit um 1150 zurück.

Viele weitergehende Informationen dazu gibt es im Heft „Die St.-Johannes-Kirche in Bad Zwischenahn“, das Wöbcken gemeinsam mit Gerold von Ohlen 2005 gestaltet hat und das in der Kirche erhältlich ist.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Westerstede
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