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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Szenen wie im Hafen Dublins

18.03.2014

Rastede Der eine setzt seinen Fuß auf eine Teekiste und zieht sich einen schützenden Arbeitshandschuh über. Der andere stimmt die letzte Saite seiner Gitarre. Beide starten mit einer beschwingten Version des irischen Seefahrerliedes „All For Me Grog“. Die Gespräche an den Tischen verstummen Stück für Stück, bis schließlich alle dem Duo Gehör schenken, teilweise mitsingen und dazu klatschen.

Diese Szene, die der Beschreibung nach gut und gern vor 200 Jahren im Dubliner Hafen hätte stattfinden können, war am Sonnabend im Rasteder „Kuhstall“ zu beobachten. Das Duo Tullamore Two, bestehend aus Thomas Kämpfer und Marcus Teerling, hatte sich mit „Irish Folk, Scottish Folk sowie Plattdüütsch Ditt un Datt“ in der Musikkneipe angekündigt und gab den zahlreichen Gästen sogleich das Tempo vor. Mit Cover-Versionen aus der großen Importkiste direkt von der grünen Insel bestritt das Duo das erste Set des Abends.

Von der schicksalhaften Begegnung mit einer schwarzhaarigen Schönheit in „The Black Velvet Band“ bis hin zur stolzen Ballade „For The Keepers“ über die Leuchtturmwärter im analogen Zeitalter zeigten die beiden die (unter Seefahrern üblicherweise so bezeichnete) „volle Breitseite“ ihres Könnens.

Zum Mitsingen animierte das Duo Tullamore Two, das sich im Sommer 1993 zum ersten Mal traf und wenig später noch als Trio zu Tullamore Few formte, die Gäste ebenso wie zum rhythmischen Klatschen. Einige Songs verbreiteten ohnehin eine mitreißende Stimmung, so etwa das schottische „Hielan’ Laddie“, nach Thomas Kämpfer ein Song wie „AC/DC für Seeleute“.

Im zweiten Set gab es neben weiteren Klassikern wie „Whiskey In The Jar“ und einer akustischen Einlage Marcus Teerlings mit den Bagpipes auch plattdeutsche Döntjes zu hören. Wer der Meinung war, dass sich irisch-schottisches Liedgut kaum mit norddeutschem verweben lässt, wurde hier eines besseren belehrt. So etwa mit der A-cappella-Version der „Drie Buurn ut Grootmeer“, deren schier endloser Alkoholgenuss sie nicht am Ziel ihrer Reise ankommen lässt. Und das Schicksal der vielen, besungenen Seeleute war schließlich oft kaum ein anderes.

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