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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Befragung In Westerstede: Wenig Resonanz auf Pilotprojekt

07.02.2020

Tarbarg Was wissen Dorfbewohner im Alter von 75 Jahren und mehr noch über althergebrachte Hausmittel? „Da hätten Sie vielleicht unsere Eltern fragen sollen“, stellte eine Gruppe Tarbarger im Interview fürs Forschungsprojekt „Gesundes Dorf“ schmunzelnd fest.

Dennoch: In illustrer Runde bei Kaffee und Kuchen fielen den 14 Männern und Frauen allerlei Mittel ein, die in ihrer Kindheit ein Thema waren: Essigsaure Tonerde für Wunden oder auch ein Tropfen warmes Öl gegen Ohrenentzündungen. Nach und nach füllte sich eine Liste, wurden die Verwendung von Alkohol oder auch Pferdesalbe diskutiert.

Doch wofür das alles? Ende August 2019 wurde in Westerstede das Modellprojekt „Gesundes Dorf – Bürgerinnen und Bürger entwickeln ihre Zukunftsbilder“ ins Leben gerufen sowie Tarbarg, Ocholt und Garnholt zu Projektpartnern erklärt. Grundlage der Idee sind die zunehmenden Herausforderungen im ländlichen Raum durch den demografischen Wandel sowie die gesellschaftlichen und strukturellen Veränderungen. Initiatoren des Projekts sind der Verein Agrarsoziale Gesellschaft und das Gesundheitsbüro Ottersberg. Mit dabei sind Stadtverwaltung, weitere Behörden, Krankenkassen und Kreisvolkshochschule.

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Viele Fragen

Im Zuge der Recherchearbeit soll unter anderem der Frage nachgegangen werden, was notwendig ist, damit ein Dorf als gesund gilt. Ist es das Wissen, Ärzte in greifbarer Nähe zu haben? Oder vielleicht nur gute Luft? Gute Nachbarschaft? Gibt es Alternativen, wenn ein Arztbesuch in der Stadt Westerstede aufgrund fehlender Infrastruktur nicht möglich ist? Welche Heilmittel helfen?

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„Noch leben in den Dörfern Zeitzeugen mit enormem Wissen. Dieses Wissen gilt es zusammenzutragen und für die nächsten Generationen verfügbar zu machen“, so die Projekt-Initiatoren, die als ersten Schritt, um in die Thematik eintauchen zu können, einen Fragebogen ausgearbeitet haben, mit dem sie dann die Tarbarger interviewten. Neben Heilpflanzen rückten dabei auch Rituale, Bräuche und ehrenamtliches Engagement in den Fokus sowie die Bedeutung von Nachbarschaften.

Was aus der Liste mit Hinweisen und Erinnerungen wird, ist noch offen. „Erst dokumentieren wir, dann sehen wir weiter“, sagte Karin Inama vom Gesundheitsbüro Ottersberg, die auch die Befragung vornahm.

Zukunftsvisionen

Wie berichtet, sollen am Ende des Pilotprojekts im Idealfall Zukunftsvisionen für das Leben auf dem Dorf entwickelt und konkrete Ziele formuliert werden, um die Entwicklung von notwendigen Infrastrukturangeboten und einer funktionierenden Gesundheitsversorgung in den Dörfern zu ermöglichen und die Lebensverhältnisse im dörflich-ländlichen Umfeld zu verbessern. Ob das so gelingt?

Sicher ist, das Sammeln der Informationen gestaltet sich schwierig. In Tarbarg war niemand zu einem Einzelinterview bereit, viele hatten abgewunken. Schlussendlich konnte eben jene Gruppe aus 14 Personen gewonnen werden, sich der Sache in der Gruppe anzunehmen. In Ocholt sieht die Lage laut der Verantwortlichen noch schwieriger aus, nur wenige möchten sich aufs Projekt einlassen. In Garnholt war die Resonanz bislang ebenso schlecht.

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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