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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Tour Mit Stahlhelm Und Gitarre: Ammerländer rocken für Soldaten in Afghanistan

27.08.2016

Kabul /Bad Zwischenahn /Edewecht Es war ein gewaltiges Erlebnis – eines das lange nachhallt. Tränen der Rührung, pure Begeisterung, aber auch große Unsicherheit, Respekt, Angst – Dankbarkeit. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Ammerländer Chart-Rock-Coverband „Rock ’N’ Radio Lab“ ist gerade aus Afghanistan zurück. Dort traten die Musiker Mark Meyer, Christopher Kautsch, Ralf Gerdes und Stephan Klöpfel mit ihrer Sängerin Carola Beninga vor deutschen und internationalen Soldaten auf.

„Es war ein echtes Abenteuer, und wir hatten immer wieder eine Gänsehaut“, sagt der Bad Zwischenahner Gitarrist Christopher Kautsch, der auch zu den Gründungsmitgliedern der vor rund zweieinhalb Jahren formierten Coverband gehört. „Ich bin noch gar nicht wieder ganz hier“, versucht sein Bandkollege und Gitarrist Stephan Klöpfel seine Eindrücke zu ordnen.

Die Idee zu der Reise hatte Schlagzeuger Ralf Gerdes, der von einem Arbeitskollegen und Ex-Soldaten über einen erfolgreichen deutschen Bandauftritt im Kosovo erfahren hatte. „Die Band hat erstmal geschluckt, als ich ihr davon erzählte“, so Gerdes, der schließlich beim Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam eine Bewerbung einreichte. Statt des Kosovos wurde es Afghanistan.

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Bis Mitte August verbrachte die Band inklusive eines Technikers eine Woche am Hindukusch. Ihren ersten Auftritt hatte sie in einem Innenhof im Camp Marmal in Masar-i-Sharif. Etwa 1500 Soldaten aus Deutschland und weiteren Nationen sind dort stationiert. Es ist das größte Feldlager der Bundeswehr außerhalb Deutschlands. „Es dauerte etwas, bis der Funke übersprang, doch dann war es ein tolles Konzert“, sagt Kautsch.

In gepanzertem Auto

Anschließend führte der Weg in die Hauptstadt Kabul. In einem gepanzerten Fahrzeug wurde „Rock ’N’ Radio Lab“ vom Flughafen zum Camp gefahren, ausgerüstet mit schusssicheren Westen und Stahlhelmen. Ein mulmiges Gefühl. „Alles war videoüberwacht. Zeppeline mit Kameras schwebten über uns“, schildert Bassspieler Mark Meyer. Vor der Reise hatten die Musiker auch ihre Blutgruppe angeben müssen. „Da kriegt man dann schon etwas Angst“, gesteht Klöpfel.

Im Camp Qasaba sei der Empfang durch die rund 100 deutschen Soldaten, ihre Vorgesetzten und einige Wachsoldaten aus Armenien sehr herzlich gewesen, erzählt die Band. „Sie waren sehr dankbar für die Abwechslung“, so Kautsch. Das Konzert in einer Lagerhalle verlief bei aller Feierstimmung hoch emotional. „Es war eine Gänsehautatmosphäre. Teilweise sind uns die Tränen gekommen bei den Reaktionen der Soldaten. So etwas Ergreifendes habe ich auf der Bühne noch nicht erlebt“, betont Kautsch.

Das Programm der Band reicht von den „Rolling Stones“ über „Abba“ und Michael Jackson bis hin zu Nena. Insbesondere deutsche Songs wie „Tage wie diese“ von den „Toten Hosen“ sangen die Soldaten kräftig mit. Während des Konzertes kreisten Hubschrauber über dem Gelände, einsatzbereite MG-Geschütze auf Militärfahrzeugen sorgten für eine unwirkliche Atmosphäre. Doch die Freude der Soldaten nahm der Band in diesen Momenten ihre Sorgen. „Ein Oberst hat sich sogar per Whatsapp bei mir bedankt“, freut sich Gerdes.

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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