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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Tradition wird fröhlich gepflegt

10.08.2015

Bekhausen Wie ausgelassen, fröhlich und zeitgemäß Tradition gepflegt werden kann, das zeigte der Ortsbürgerverein Bekhausen-Heubült-Ras­tederberg-Wapeldorf am Freitagabend in Bekhausen beim Mähen mit alten Sensen. Über 20 Frauen und Männer haben sich im Laufe des Abends getroffen, um zu zeigen, wie „es damals ging“, wenn das Getreide reif war und geerntet werden musste.

„Das Getreide darf auch nicht zu reif sein, dann fallen die Ähren ab“, weiß Elsbeth Padecken. Auf dem Feld von Hans-Hinrich Höpken wird Weizen gemäht, Landwirt Bernd Oltmanns stellt sein Roggenfeld zur Verfügung und bei Frank Büsing wird Triticale, eine Futtergetreidemischung aus Weizen und Roggen, geschnitten. Mit großem Elan gehen die Männer ans Werk und verbreiten das typische Geräusch der Sense bei der Arbeit. Schnell sind einige Getreidegarben von den Frauen gebündelt, mit langen Halmen umwickelt und dann zum Trocknen aufgehockt.

„Jedes Jahr ist einer der Orte im Ortsbürgerverein dran, die notwendige Menge an Getreide für die Erntekrone zu mähen“, sagt Vorstandsmitglied Kai Küpperbusch. „Beim Binden der Erntekrone am 27. September um 10 Uhr und dem Ernteball am ersten Sonnabend im Oktober im Dorfgemeinschaftshaus in Bekhausen sind dann aber die Bürgerinnen und Bürger aller Ortsteile wieder gemeinsam dabei, um nach der Vesper kräftig zu feiern und das Tanzbein zu schwingen“, erklärt der Bäckermeister.

„Ich bin hier geboren und aufgewachsen und möchte diese schöne Tradition so lange wie möglich aufrechterhalten“, sagt Jürgen Padecken, der mit seiner Frau Elsbeth in seinem Unimog (Baujahr 1959) angefahren kommt. Bevor die Arbeit beginnt, wird ausgiebig diskutiert, wie lange diese Tradition erhalten bleiben kann. Auf den sechs Betrieben in Bekhausen ist nicht jede Nachfolge gesichert. Auf dem Hof von Frank Büsing, der beim letzten Mal die Mäh-Aktion organisiert hat, wird es weitergehen. „Ich befürchte aber, dass wir zu der aussterbenden Generation gehören, die noch bereit ist, Traditionen weiterzugeben“, bestätigt er die Meinung einiger Anwesender. Harmut Kaper kommt im Zweispänner und transportiert das Getreide zum Hof Oltmanns, wo es erst einmal gelagert wird. Am Ende der Aktion steht eine Schubkarre mit kühlen Getränken als Belohnung für die „harte Arbeit“ bereit.

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