• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region

Über Geschmack lässt sich doch streiten

05.03.2016

Bad Zwischenahn „Esskultur aus medizinischer, philosophischer und religiöser Sicht“ war der Titel der ersten Veranstaltung „Der Kleinen Botschaft“ der Universitätsgesellschaft Oldenburg in Bad Zwischenahn. „Die Kleine Botschaft“, das sind sechs Botschafter aus dem Ammerland (Dr. Gabriele Rode), Friesland (Ulfert Janssen), dem Landkreis Oldenburg (Hans-Werner Aschoff, Dr. Elisabeth Lencer, Jörg Lencer) und für das Handwerk (Harald Meyer, Ganderkesee).

Prof. Dr. Reto Weiler, Institut für Neurobiologie der Universität in Oldenburg, begann mit der medizinischen Perspektive: „Der Geschmack liegt auf der Zunge“, eine nicht sehr überraschende Feststellung. „Aber, die Geschmacksknospen auf der Zunge sind eigentlich kleine Alarmanlagen“, so Weiler. Wenn etwas bitter schmeckt, sollte man immer aufpassen, rät der Professor. Das könnte giftig sein. „Und den bitteren Geschmack spürt man ganz hinten auf der Zunge, während süß an der Spitze festgestellt wird“, erklärte der Gelehrte.

Prof. Dr. Michael Sommer vom Institut für Geschichte der Universität Oldenburg meinte, „die Identität ginge durch den Magen“ und sprach von den „kulturellen Tabus und ihrer Überwindung“. Prof. Dr. Mark Siebel vom Institut für Philosophie der Universität Oldenburg antwortete auf die berühmte Frage: „Kann man über Geschmack streiten?“ typisch philosophisch: „Es kommt darauf an.“ Letztlich kam er zu dem Ergebnis: Man kann über Geschmack streiten, man kann es aber auch lassen.

Christian Rauffus, Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle, war der Meinung, dass die Industrie den Geschmack des Menschen nur sehr bedingt beeinflussen kann. „Jeder Mensch hat seinen eigenen Geschmack, aber mancher Mensch ist froh, wenn er von uns ein paar Anregungen bekommt“, so der Geschäftsmann.

Der Präsident der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper, begrüßte die 130 interessierten Zuhörer im Charlottenhof und meinte, dass die Universität sehr viel aus der Umgebung schöpfe. Basierend auf der Kinder-Uni kämen viele Studenten aus der Region nach Oldenburg. Die Universitätsgesellschaft Oldenburg sei mit ihren über 1000 Mitgliedern ein wichtiger Partner.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.