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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

„Ungestüme“ musikalische Reise begeistert Publikum

15.01.2008

WESTERSTEDE Ein bisschen schräg, ein wenig schrammelig und hin und wieder schrullig: Das Neujahrskonzert des „Salonorchesters ungestüm“ vor ausverkauftem Haus im Güterschuppen war in vielerlei Hinsicht neu. Das Programm unternahm musikalisch eine Reise durch den Ostteil unseres Globuses, potpourrierte und karikierte einen Mix aus orientalischem Kitsch und russischer Folklore und scheute bei diesem musikalischen Tripp nicht davor zurück, sich dann und wann auch selbst aufs Korn zu nehmen. Wenngleich bierernst, war ein gewisses verschmitztes Lächeln in den Mundwinkeln der sieben Protagonisten der leichten Muse nicht zu übersehen.

Wie es sich für ein richtiges Neujahrskonzert gehört, wurde mit einem Walzer aufgetaktet, einer von Johann Strauß selbstverständlich. Und der ließ die Zuhörer durch die Lagunen schaukeln. Der Sprung in den vorderen Orient fiel nicht schwer, verschaffte dem gespitzt lauschenden Publikum Einblicke in einen persischen Markt, und „Marktschreier“ Detlef Wehking ließ keinen Zweifel daran, dass das Orchester auch um Bakschisch, „bettelte“.

Die Karawane, das Salonorchester zog ungestüm weiter gen Himalaya und schickte den armen Herrn Maier auf den Gipfel, nicht ohne zu fragen. Beim nächsten Stück musste das Publikum sich gefallen lassen, sich vom ersten Posaunisten gehörig den Marsch blasen zu lassen.

Auch sonst hatte das Orchester wenig Mitleid mit den Befindlichkeiten des Publikums. Es wurde kurzerhand in einen Schlitten verfrachtet, und auf einer rasanten Schlittenfahrt durch St. Petersburg mitgeschleift.

Es folgte ein russischer Schmachtfetzen, in dem Klarinette und Geige die schwerblütige, schwermütige russisches Seele intonierten, um sie dann in einem Tschaikowsky nachempfundenen Walzer übers Parkett zu schleifen und das Publikum gleich mit, zumindest musikalisch.

Eine eigene symphonische Dichtung, ein bisschen Spaß, ein musikalischer Galopp übers Xylophon, ein Tanz der Schwäne mit der Tuba um die Wette: Das Publikum hatte seine helle Freude an den Darbietungen. Zum Schluss hielt es weder die Alten noch die Jüngsten auf ihren Sesseln.

So mancher Zuhörer drängte sich auf die kleine Tanzfläche. Hat Spaß gemacht, freuten sich die Zuhörer und geizten nicht mit lautstarken Beifall, um damit vom „ungestümen“ Orchester Zugaben zu erzwingen.

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