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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

NEUJAHRSKONZERT: Unterhaltsame Einstimmung auf das Mozartjahr

11.01.2006

BAD ZWISCHENAHN BAD ZWISCHENAHN - „Wege zu Mozart", so lautete der Titel des Neujahrskonzertes des Vereins der Kunstfreunde Bad Zwischenahn unter der künstlerischen Leitung von Elena Nogaeva. Ihre Idee war es auch, die unterschiedlichen Facetten des Ausnahmetalentes Mozart anhand gelesener Briefe und Texte – vorgetragen und inszeniert durch Nina Pohovski – in das Programm zu reihen und der Musik Mozarts gegenüberzustellen. Nach der pianistischen Einstimmung und des Vortrags der Traueranzeige sowie auch in kurzweiliger Form der Geburtsmitteilung des Komponisten gab es Kammermusik vom Feinsten. Solisten des London Philharmonic Orchestra, namentlich Nicholas Carpenter, Klarinette, Pieter Schoeman und Martin Höhman, Violine, sowie Alexander Semtzov, Viola und Susanne Beer, Cello, spielten zu Beginn das Klarinettenquintett A-Dur KV 581. Die intime Akustik des alten Kursaales nutzten die fünf Musiker hervorragend um die vielfältigen und nuancenreichen Klangmöglichkeiten ihrer Instrumente

voll auszuschöpfen. Insbesondere im letzten Satz des Werkes glänzten die einzelnen Instrumentalisten durch perlende und schimmernde, leicht anmutende Verzierungen in den Violinen, warme und dezente Klänge in der Viola und sauber und tonschön in allen Lagen spielende Klarinette, virtuos allen Ansprüchen gerecht werdend. Besonders auffallend hier das weiche und nuancenreiche Spiel der Cellistin, das Cello tragend selbst in den Pizzicato-Phrasen. Zwischen den einzelnen Sätzen wurden Briefe Mozarts gelesen, mit seiner deftigen Sprache teilweise für den einzelnen nicht ganz ansprechend, zumal das Konzept der Komposition Mozarts so unterbrochen wurde.

Nach dem unterhaltsamen „Divertimento für Streicher D-Dur KV 343", von den vier Streichern leicht und flüssig angelegt, erklang zum Abschluss das „Konzert für Klavier und Kammerorchester d-moll KV 466" in einer Fassung für Klavier, Flöte und Streicher. Celia Chambers, Flöte (im Programm leider nicht erwähnt), und das Streichquartett überzeugten nun besonders als einfühlsame Begleiter von Elena Nogaeva am Klavier. Hier zeigte sich nach den kammermusikalischen Klängen des ersten Teils des Konzertes die Stimmgewalt der Orchestermusiker. Dabei wurden alle Bereiche der Dynamik voll ausgeschöpft. Das immens schwierige Zusammenspiel wurde zum größten Teil hervorragend gemeistert.

Wenn die Musik Mozarts so delikat und ausgefeilt vorgetragen wird, erscheinen selbst die bekanntesten Ohrwürmer nicht abgenutzt.

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