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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Verrückter Heini mit Verkaufstalent

28.02.2011

LOY „Lachst dich kaputt!“, entfuhr es der 84-jährigen Klara Kleemann. Dabei sprach sie den weiteren, im ausverkauften Gasthof zu Loyerberg anwesenden 169 Gästen bei der Premiere der Theatergruppe „De Flüsterkasten“ sozusagen aus der Seele. Mit „Hebbt wi nich – gifft dat nich!“ von Helmut Schmidt präsentiert die Theatergruppe Loy in diesem Jahr eine ebenso kurzweilige wie amüsante Komödie in drei Akten.

Der Kiosk mit angeschlossener Trinkbar, für die sogar die eigene Wohnstube umgebaut wurde, ist nicht gerade eine „Goldgrube“. Rolf Eggers, wunderbar gespielt vom routinierten Klaus Dörgeloh, und seine Ehefrau Therese, in deren Rolle Silvia Baumgartner gekonnt eine ebenso resolute wie weiche Seite zeigt, stehen vor dem Entschluss, wieder zu schließen.

Der Umsatz reicht nicht, zumal ihnen auch ihre Kinder auf der Tasche liegen. Als Studentin Susanne gelingt dabei Anne Eggers ihr Debüt an der Seite ihres tatsächlichen Bruders Florian Eggers, der in der Rolle des arbeitslosen Sohnes Christian für so manche Pointe sorgt.

Da taucht der Vertreter Waldemar Jungenkrüger auf. Ein „total verrückter Heini“, gestengewaltig und überzeugend dargestellt von Timo Krummacker. Das Verkaufstalent preist mit flotten Sprüchen Artikel an, auf die die Menschen immer schon gewartet haben.

Mit „Schocki-Locki“ Dauerwellen, Bio-Toilettenpapier, gesundmachender Schokolade und vielem mehr verspricht er „das totale Glücksgefühl für die Kunden“, natürlich mit Exklusivrecht im Umkreis von 100 Kilometern.

Zunächst geht die Rechnung auf. Allerdings haben alle Produkte seltsame Nebenwirkungen. Urlauberin Anneliese Fröhlich, in deren Rolle Andrea Herder mit ihrem natürlich frischem Auftritt begeistert, trifft es dabei ebenso unverhofft wie des Sohnes Freundin Brigitte Klette, deren Rolle die Debütantin Lena Sundermann, offensichtlich ausgestattet mit den Schauspiel-Genen ihres Vaters, inklusive Sprachumstellung souverän meisterte. So steigen mit dem Umsatz auch die Probleme und Verwicklungen.

Ganz nach Wunsch von Rainer Sundermann hatte das Publikum am Ende „veel plaisir bi dem Stück“ und dankte dies allen Mitwirkenden mit wohl verdientem Applaus. Dabei kamen die Gäste auch nicht ohne Nebenwirkung davon. Ein Gegenmittel brauchen sie dafür allerdings nicht: Der „Kater“ in den Lachmuskeln kuriert sich ganz von allein.

Noch zwei Vorstellungen gibt die Theatergruppe „De Flüsterkasten“ Loy. Am Mittwoch, 2. März, und am Sonnabend, 5. März, ist „Hebbt wi nich – gifft dat nich!“ jeweils ab 20 Uhr im Gasthof zu Loyerberg zu sehen. Karten können noch unter Telefon 0 44 02/26 91 reserviert werden.

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