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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Theater: Viel Beifall für städtisches Drama

10.07.2015

Westerstede Tosender, lang anhaltender Beifall war der Dank des Publikums für die Aufführung „Der schwarze Graf“. „Es war ein wunderschöner Abend, einfach toll. Wir besuchen jedes Mal das Freilichttheater und es wird immer eindrucksvoller – man muss den schwarzen Grafen sehen“, brachten es zwei Besucherinnen aus Bad Zwischenahn auf den Punkt.

Am Mittwochabend gehörten zu den Gästen der Freilichttheateraufführung auf dem Alten Markt auch Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich in der Stadtgemeinde engagieren. Bürgerschaftliches Engagement in unserer Gesellschaft könne nicht hoch genug geschätzt werden, stellte Bürgermeister Klaus Groß in seiner Begrüßung heraus. „In Deutschland übernimmt jeder Dritte eine ehrenamtliche Aufgabe“, so Groß und bat die bereits ehrenamtlich Tätigen darum, in ihrem „bewundernswerten Wirken nicht nachzulassen“.

Zwei Menschen wurden stellvertretend für viele, die – so Groß – den Hauptamtlichen mit ganz viel Herzblut helfen, vom Bürgermeister geehrt: Kim Giang und Sami Vokrri. Ihnen überreichte er im Namen von Stadtrat und Verwaltung für ihre vorbildliche Arbeit als Integrationslotsen je ein Geschenk. Winfried Wessels, Vorsitzender der Freilichttheatergemeinschaft Westerstede, dankte in seinem Grußwort besonders der Stadt und dem Bauhof für die Unterstützung beim Freilichttheater.

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Im Stück „Der schwarze Graf“, das einen engen Bezug zu Westerstedes Geschichte hat, werden die Zuschauer ins Jahr 1815 zurückversetzt. Damals wurden in Westerstede innerhalb von zwei Stunden durch ein Feuer 39 Häuser und 17 Nebengebäude in Schutt und Asche gelegt.

Bedroht wird die Stadt im Stück vom „Schwarzen Grafen“, der Geld fordert und androht, ansonsten einen Hof anzuzünden. Philip Lüsebrink, Regisseur aus Hamburg, hat die 16 Rollen des Stücks mit Spielern aus dem Umkreis einstudiert und das Ganze sehr eindrucksvoll inszeniert.

Eigens für den Ehrenabend hatte Amtmann von Negelein (Björn Ole Kerski), der die Stadt von dem Feuer retten wollte, den letzten Absatz seiner Rolle ein wenig auf die Ehrenamtlichen zugeschnitten:

„Hört mich an, Volk von Westerstede. Ich weiß, ihr seid verzweifelt, aber denkt an die Zukunft. Wir werden gemeinsam Westerstede wieder aufbauen. Schöner und größer als es je war. Vor der Kirche wird ein Marktplatz entstehen.“

„Aber vor allem wird dieser Platz ein Platz für die Bürger und Ehrenamtlichen werden. Ein Platz, auf dem sich die Menschen noch in 200 Jahren versammeln werden.“

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