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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Vielfalt der Blasmusik präsentiert

31.03.2014

Wiefelstede Das Ergebnis einer monatelangen Probenarbeit präsentierte das Orchester „Mediante“ aus Wiefelstede am Sonnabend in der Mensa der Oberschule. Mit dem Jahreskonzert wollten die 35 Musikerinnen und Musiker den rund 100 Zuhörern ihren Leistungsstand vorführen. An dem immer wieder lang anhaltenden Applaus war zu erkennen, dass es dem Publikum gefiel. Der musikalische Leiter Rudolf Hölzel hat sich mit seinen Solisten auf sinfonische Blasmusik spezialisiert.

Melodisch und rhythmisch hört sich das Zusammenspiel der Holz- und Blechblasinstrumente an. „Zwischendurch hören Sie auch rockige und fetzige Sequenzen, und Sie werden sogar klassische Elemente hören“, erklärt Moderatorin Kerstin Wenzel. Sie führt mit viel Wissen über die Musik, über die Komponisten und die Interpretationen durch das Programm.

Es wird schnell klar, dass die sinfonische Blasmusik eine sehr eigenständige Musik darstellt, die hohe Anforderungen an die Solisten und den Dirigenten stellt. Voluminös ertönt sie, dann wieder grazil, leise und flüsternd. Eine reizvolle Musiklandschaft wird mit Werken internationaler Größen gezeigt.

In den Niederlanden sei die sinfonische Blasmusik sehr populär, erzählt Kerstin Wenzel. „Da werden Komponisten sogar von der Königin aufgrund ihrer großen Leistung zum Ritter geschlagen, so zum Beispiel Ted Huggens, der eigentlich Henk Cornelis van Lijnschooten hieß“, weiß sie. So kommt denn auch ein großer Teil der Komponisten aus den Beneluxländern.

In der Pause wird man Zeuge von leidenschaftlichen Äußerungen. Sven Stephan (23) hört eigentlich auch gern irische und schottische Volksmusik, ist aber heute überzeugter Fan von „Mediante“. „Die Rothaarige am Saxofon ist meine Mutter und der Grauhaarige an der Percussion ist ihr Mann, die spielen beide super.“ Svens Bruder Benjamin stimmt in das Loblied ein. Monika Krämbring ist der Meinung, dass es sich „um eine ganz andere Musik“ handelt. „Darin steckt echtes musikalisches Können.“

Frauke Röhr freut sich als Wiefelstederin, dass sie wegen so „großartiger Musik“ nicht extra nach Oldenburg fahren muss. „Wunderbare Klänge sind das“, schwärmt sie. „Meine Oma singt schon seit 50 Jahren im Chor“, sagt die zwölfjährige Nicole, die ihre Großmutter Helene Ostermann aus Friesoythe begleitet. Der Oma gefällt die Musik ebenfalls sehr gut. Zumal heute Abend ihre Schwiegertochter die Trompete, eine Tochter die S-Tuba und die andere Tochter Tenor-Saxofon im Orchester „Mediante“ spielt.

Der Besuch war kostenlos. In der Pause gab es Knabbereien und österliche Leckereien – auch kostenlos. Spenden waren erwünscht.

Vor 18 Monaten hatten einige Musiker das Orchester gegründet. Zwei Drittel der Solisten sind Frauen. Rudolf Hölzel sucht besonders Klarinettenspieler.

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