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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

THEATER: Vom Sturkopf zum verliebten Charmeur

07.11.2008

DELFSHAUSEN Dienstagabend, 19.30 Uhr: Rund um das Gasthaus Decker in Delfshausen sind alle Parkplätze belegt. Die Speelkoppel Delfshausen hat Premierenabend. Die ersten Besucher sind bereits um 18 Uhr gekommen. Im Gasthaus wird noch gegessen, die ersten haben sich schon in Reihen direkt vor der Bühne einen Platz gesucht. An anderen Tischen wird noch eine Partie Karten gespielt. Man kennt sich, überall großes „Hallo“, für die meisten ist der Abend eine feste Institution im Jahresgeschehen. Dann läutet die Glocke, das Licht geht aus und in einer einzigartigen Atmosphäre beginnen die Akteure mit ihrem Spiel.

„Dat weer een Schuss in de Büx“ ist der Titel des diesjährigen Stückes. Das Lustspiel in drei Akten von C. Andersen wurde von Günter Drewes ins Plattdeutsche übertragen. Herta, die Tochter des reichen Kutterfischers Bernd Klöver, bravourös gespielt von Bianca Dust, die im vergangenen Jahr ihr Debüt bei der Speelkoppel hatte, hat ein großes Problem: sie hat sich in Anton Bruns, den Sohn des Erzfeindes ihres Vaters verliebt. Rat sucht sie vertrauensvoll bei „ihrer Ziehmutter“, dem Kalfaktor und Kutterfischer Jakob. Die Lage spitzt sich zu, als ihr Vater ausgerechnet auch noch von dem verfeindeten Kutterfischer Gerd Bruns, pointiert dargestellt von Axel Böning, von der ernsthaften Liebelei erfährt. Jakob ist auch sein Ansprechpartner. Da sind aber ja auch noch die einfach gestrickte, liebeshungrige Hausangestellte Anna, der Angestellte und Kutterfischer Hinni, gespielt von Fred von Häfen und auch Anton Bruns, im wahren Leben Klaus Decker, die sich mit ihren Problemen vertrauensvoll an

Jakob wenden. Und der hat tatsächlich eine Idee: er bittet Simone Reich, die ihm als Lebensretter zu Dank verpflichtete und finanziell gut gestellte Unternehmerin um Hilfe.

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Die berufene „Hilfssekretärin in Sachen Liebe“ geht die Sache souverän an – ebenso wie Anke Düser in ihrer Rolle. Dem sturen Bernd Klöver verordnet die allein stehende Gesundheitsapostelin als erstes eine „Entrostungskur“ und Tochter Herta Frauenpower. Und ein geschickter Schachzug bringt die Lösung für die vielschichtigen Verstrickungen. Der Klamauk findet schließlich ein heiteres Ende.

In der Rolle des Jakob, „dem Mann für alle Fälle", überzeugte Alfred Folkens im wahrsten Sinne des Wortes. Gerold Düser glänzte durch die facettenreiche Darstellung des Bernd Klöver, der sich im Laufe des Stückes vom aufbrausenden Sturkopf zum verliebten Charmeur wandelt. Immer wieder für Lacher sorgte Ingeburg Decker in der Rolle der Hausangestellten Anna. Für die Paraderolle hatte sie sogar „ein paar Kilo zugelegt".

Zum Gelingen der Aufführung trugen im Hintergrund Helmut Wichmann mit dem Bau eines malerischen Bühnenbildes und Silke Luers als „Toopustersche“ bei.

Entgegen dem Titel des Theaterstückes war die Premiere auf jeden Fall kein „Schuss in de Büx". Die Hobby-Schauspieler konnten sich über einen begeisterten Schlussapplaus freuen. Das Stück wird im November noch weitere zehn Mal aufgeführt. Die Vorstellungen sind bereits jetzt ausverkauft.

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