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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Von Husbäke nach Neuseeland

19.06.2015

Husbäke /Hamilton „Eigentlich wollte ich nach Kanada, aber dann ist es Neuseeland geworden.“ Kai Jasper aus Bösel, Geselle im Landtechnischen Lohnunternehmen Harries in Husbäke, verbrachte Anfang des Jahres dreieinhalb Monate auf einer Farm in Hamilton auf der Nordinsel von Neuseeland, um dort bei der Maisernte zu helfen.

24 Stunden Flugzeit

Ganz allein war er in der Zeit vom 6. Januar bis zum 24. April dort allerdings nicht. Nils Harries, wie Kai Fachkraft für Agrarservice, nahm während dieses Zeitraumes ebenfalls eine „Auszeit“ vom Betrieb seiner Eltern, um in Neuseeland die dortigen Arbeitsweisen und auch Maschinen kennenzulernen. „Ich wollte schon immer nach Neuseeland“, erklärt Nils. Geplant hatte er eine entsprechende Reise zuerst mit einem anderen Kollegen. „Dann stellte sich allerdings heraus, dass dieser Flugangst hatte.“ Immerhin dauert ein Flug von Deutschland nach Neuseeland gute 24 Stunden.

Begegnung mit Delfinen

Im April vorigen Jahres begannen die ersten Vorbereitungen für das Unternehmen Neuseeland, arrangiert vom „Bundesverband Lohnunternehmen“ (BLO). „Der vermittelt entsprechende Arbeitsmöglichkeiten im Ausland.“ Benötigt wurden unter anderem ein Visum und ein internationaler Führerschein, um auch vor Ort die großen Maschinen und Traktoren fahren zu können.

Neben der landwirtschaftlichen Arbeit gehörte natürlich auch die Erkundung des Landes dazu. Was auf jeden Fall unvergessen bleibt, ist das Schwimmen mit Delfinen. „An der Südinsel von Neuseeland leben Hectordelfine, die so knapp ein Meter fünfzig sind. Wenn du dort im Meer schwimmst, begleiten sie dich richtig“, ist Kai noch jetzt von dem Erlebnis begeistert. Beide sind auch von der Landschaft fasziniert, die ständig wechselt. Wasserfälle – bis zu 250 Meter tief – hinterließen ebenfalls einen bleibenden Eindruck. „Für mich ist es das schönste Land der Welt und das der großen Gegensätze“, zieht der 23-jährige Kai sein persönliches Fazit.

Bei der Arbeit und den Maschinen gibt es zwischen Neuseeland und dem Ammerland keine großen Unterschiede. Gewöhnen mussten sich die beiden allerdings erst einmal an den Linksverkehr und an die hügelige Landschaft. „Hier ist alles eben, das macht die Arbeit schon etwas einfacher“, so Nils. Trotz der Umstellung kamen beide mit dem Arbeiten gut zurecht.

Leute kennengelernt

Zwischendurch erhielten die beiden Besuch von Johannes Gertjejanßen, der dort einen dreiwöchigen Fahrradurlaub verbrachte. Er arbeitet ebenfalls bei Harries in Husbäke. „Es macht Spaß, hier Land und Leute kennenzulernen und natürlich den beiden bei der Arbeit zuzuschauen.“ Dort lernten Johannes, Nils und Kai auch den deutschstämmigen Ben van Bysterveldt kennen. Dessen Vater besitzt in Morrinsville insgesamt drei Farmen, auf denen auch die beiden Husbäker zur Arbeit eingesetzt werden.

Besuch aus Neuseeland

Nils und Kai überzeugten den jungen Neuseeländer, doch einmal nach Deutschland zu kommen. Diese Absicht wurde so schnell umgesetzt, dass Ben nun schon seit dem 18. Mai das Arbeitsleben beim Lohnunternehmer Harries kennenlernt. Auch der „Kiwi“, so Nils, muss sich etwas umstellen. In Husbäke und umzu sind die Straßen schon schmaler als in Neuseeland. „Außerdem gibt es hier an den Straßenrändern viele Bäume. Es ist doch anders als zu Hause“, macht Ben seine ersten Erfahrungen.

Einen Arbeitseinsatz im Ausland können Nils und Kai nur empfehlen. Andere Menschen und Arbeitsweisen kennenzulernen, bereicherten das Leben. Mit ihrer Begeisterung haben sie Johannes angesteckt, der sich nun ebenfalls vorgenommen hat, einmal in Neuseeland zu arbeiten.

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