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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Reformation: Von Luther, Sozialstaat und dem Diesel-Skandal

10.02.2017

Bad Zwischenahn Der Kirchenkreis Ammerland hat seine Veranstaltungsreihe zum Reformationsjubiläum mit einem Vortragsabend eröffnet. Kreispfarrer Lars Dede begrüßte dazu Prof. Dr. Gerhard Wegner im Haus Feldhus.

„Das Reformationsjubiläum ist ein Anlass, über die Rolle der Christen in der Welt neu nachzudenken“ sagte Dede zur Einführung vor den sehr zahlreich erschienenen Besuchern. Im Anschluss ging Prof. Dr. Gerhard Wegner in seinem Vortrag auf wesentliche Gedanken Martin Luthers ein, die bis heute unser Leben bestimmen. „Wir sollen im Alltag unser Christsein gestalten – das ist der große Freiheitsimpuls, den der Reformator Marin Luther in die Welt gesetzt hat.“

„Reformation heißt: selber denken“, hob Prof. Dr. Gerhard Wegner gleich zu Beginn seines Vortrags hervor. Auch in seinem weiteren Vortrag beeindruckte der Direktor des „Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland“ (EKD) mit erstaunlichen und originellen Thesen zu Martin Luthers Wirkung auf unsere Zeit. Nicht nur im Bereich der Kultur, in der Musik oder bei einem Künstler wie Rembrandt sei der Einfluss Luthers nachzuweisen, auch der moderne Sozialstaat wäre ohne die Impulse des Reformators, der vor 500 Jahren seine Thesen an die Kirchentür zu Wittenberg genagelt haben soll, undenkbar.

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Dabei sei allein die erste These ein gewaltiger Befreiungsakt für die Menschen gewesen, der bis heute beispiellos nachwirke. Allerdings nicht nur im positiven Sinne, weil sich in der Folge die Menschen mehr und mehr mit ihrer Frömmigkeit auf das private Leben zurückzogen und nicht mehr den Gottesdienst als Zentrum ihrer religiösen Existenz ansahen. Breiten Raum nahmen Wegners Thesen zur Sozialethik Luthers ein. „Für Luther war ein Leben ohne Arbeit undenkbar.“ Dabei sei die Arbeit nie Selbstzweck, sondern ein „Dienst am Nächsten“. Vor diesem Hintergrund nahm Wegner auch zur aktuellen Aufarbeitung des „Diesel-Skandals“ bei VW Stellung. „Warum gibt es so wenig Verantwortliche bei VW, die zu dem, was passiert ist, klar Stellung beziehen?“ Von Martin Luthers Ethik her müsse ein freier Mensch in der Lage sein, Verantwortung zu übernehmen und sich gegebenenfalls auch zu seiner Schuld zu bekennen.

Zum Abschluss des Abends wies Kreispfarrer Lars Dede auf die Vielzahl der Veranstaltungen hin, die im Jubiläumsjahr der Reformation in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Bildungswerk Ammerland im Kirchenkreis stattfinden werden. Dazu gibt es einen Prospekt, der in allen Kirchen des Ammerlandes ausliegt.

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