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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Ausstellung: Vor dem „Tag X“ Diät oder Zusatzration

27.10.2011

METJENDORF Zwei Monate vor dem „Tag X“ hat Dieter Reich damit begonnen, seine Englischen Schecken thüringer-weiß und seine Zwergwidder alle 14 Tage zu wiegen – zwei Kaninchenrassen, mit denen er auf der 46. Ortsschau des Kaninchenzuchtvereins I 38 Metjendorf-Heidkamp am kommenden Wochenende in der kleinen Turnhalle bei der Grundschule Metjendorf punkten will. Und bei denen das Idealgewicht zwischen 2,5 und 3,25 Kilogramm (Englische Schecken) und 1,5 bis 1,9 Kilogramm (Zwergwidder) liegen muss.

Drunter und drüber gibt es Punkteabzug, weiß der Wahl-Metjendorfer, der seit einem Jahr Mitglied bei „I 38“ ist und die Kaninchenzucht schon seit seiner Kindheit in der früheren DDR kennt. Bewegt sich das Gewicht seiner Langohren nicht zwischen den genannten Marken, dann wird Diät verordnet – oder aber Zusatzrationen. Schließlich würde Reich gern an die Erfolge aus 2010 anknüpfen, als er – noch nicht Mitglied – seine Tiere in der Ortsschau bewerten lassen durfte und ordentlich abräumte, wie „I 38“-Vorsitzender Ingo Krzewina bestätigt.

Neues einfallen lassen

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Reich ist einer von noch zehn aktiven Züchtern im 30 Mitglieder zählenden Verein, der wie andere Vereine auch unter Mitgliederschwund und Nachwuchsproblemen leidet. Wohl auch deshalb sind Krzewina und seine Mitstreiter bemüht, sich für die Ortsschauen immer Neues gerade für die Kinder und Jugendlichen einfallen zu lassen – in einer Zeit, in der die Kaninchenhaltung eben nicht mehr hauptsächlich vom Wunsch getragen wird, genug zu essen zu haben. In den Nachkriegsjahren war die Kaninchenhaltung gerade auch in den Flüchtlingssiedlungen gang und gäbe, heute steht der Zuchtgedanke im Vordergrund, weiß Krzewina. Aber auch Dieter Reich, der aus Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) stammt, kennt aus DDR-Zeiten noch die regelmäßigen Sammeltransporte seit Anfang der 70er Jahre, mit denen im Arbeiter- und Bauernstaat Kaninchen aus privater Zucht staatlich subventioniert gegen Prämie eingesammelt wurden, um die Ernährungslage im Land zu verbessern. „Da haben wir als Züchter auch für den Staat produziert“, sagt Reich, der damals stets zwischen 40 und 80 Hoppler im Stall hatte. Und Krzewina bestätigt, dass auch heute noch die Kaninchenzucht in den neuen Ländern einen viel höheren Stellenwert hat als etwa im Nordwesten.

Reich, der 1984 im Rahmen der Familienzusammenführung nach Oldenburg kam und vor drei Jahren mit seiner Familie in Metjendorf gebaut hat, will bei der Ortsschau, bei der 91 Tiere aller Rassen und Farbschläge zu sehen sein werden, mit 12 seiner derzeit 40 Tiere antreten: Sie alle werden bereits am Freitag, 28. Oktober, in der Zeit von 8 bis 13 Uhr bewertet. Bei seiner ersten Teilnahme im vergangenen Jahr stellte Reich unter anderem das beste Tier und die beste Zuchtgruppe.

Attraktion „Kaninhop“

Nach der Eröffnung der Schau am Sonnabend, 29. Oktober, um 15 Uhr durch Bürgermeister Helmut Völkers werden nicht nur die  Vereinsmeister bekannt gegeben, sondern auch die Preise an diejenigen Nichtmitglieder vergeben, die ihre Tiere am Sonnabend von 13 bis 14.45 impfen und auch von Punktrichtern bewerten lassen können. „Natürlich würden wir uns über viele Jugendliche freuen“, sagt Krzewina, der den Teilnehmern ans Herz legt, ihre Transportkisten ein bisschen nett zurechtzumachen. An diesem Nachmittag wartet noch eine weitere Attraktion: Die „Kaninhop“-Gruppe des Vereins „I 101“ Wardenburg wird demonstrieren, wie Kaninchen über eine Strecke mit Hindernissen springen. Sie tragen dabei Brust- und Bauchgurt und werden mit einer Leine geführt. Auch Hoch- und Weitsprung gibt es da und Krzewina betont, dass das mit Tierquälerei nichts zu tun hat.

Kaffee, selbst gebackener Kuchen, Bratwurst und eine Tombola runden die Ausstellung ab, die Sonnabend von 9 bis 18 Uhr und Sonntag von 9 bis 17 Uhr geöffnet ist.

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