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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Keine Zukunft für den Männerchor

28.12.2018

Vreschen-Bokel Vor sechs Monaten wurde noch das 125-jährige Jubiläum als Gemeindesängerfest gefeiert, doch ab dem neuen Jahr ist er Geschichte: Den Männergesangverein „Frohsinn“ Vreschen-Bokel gibt es nicht mehr. „Wegen Überalterung der Chormitglieder“, begründet Liedervater Friedrich Boyken diese Entscheidung, die keine leichte gewesen sei. Vier Sangesbrüder – Adolf Vieth, Helmerich Ackermann, Heino Boyken und Werner Meyer - seien im laufenden Jahr verstorben – und mit 17 aktiven Sängern habe der Männerchor keine Zukunft. Und auch der langjährige Dirigent Johann Bruns habe aus gesundheitlichen Gründen seinen Stab zurückgegeben. „Mit einem neuen Dirigenten hätten wir ganz vorne wieder anfangen müssen“, nennt Friedrich Boyken einen weiteren Grund für die Auflösung des Männergesangvereins „Frohsinn“.

Genau genommen stand der Chor schon vor fünf Jahren vor seinem Ende. „Durch die Auflösung des Chores Liederkranz Apen im Jahre 2013 waren acht Sänger zum MGV Vreschen-Bokel gekommen. Dadurch hatten wir Verstärkung und einen vorübergehenden Aufschub bekommen“, erläutert der zweite Vorsitzende Kurt Mieß.

Während der außerordentlichen Generalversammlung am 31. Juli 2018 im Vereinslokal sei die Entscheidung nun besiegelt worden: „Die 16 anwesenden Chormitglieder haben die Auflösung zum 31. Dezember 2018 einstimmig beschlossen. Nun ist es amtlich“, berichtet Liedervater Friedrich Boyken. Der MGV habe größtenteils langjährige Sänger, „die gerne noch gesungen hätten, wie wir auf unserer Weihnachtsfeier erlebt haben“, sagt er, und Kurt Mieß fügt hinzu: „Wir vermissen alle unsere wöchentlichen Treffen, aber das eine sind Emotionen, und das andere ist die Realität.“

Gleich im Januar werden die Vorstandsmitglieder des Männergesangvereins die Vereinsfahne von 1954, Urkunden, Protokolle, Fotos und sonstige Unterlagen an die Gemeinde Apen zur Aufbewahrung übergeben. „Da sind auch die Urkunde, unterschrieben vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, und die Zelter-Plakette dabei, die wir zum hundertjährigen Bestehen bekommen haben“, zeigt Schriftführer Dieter Bruns die besonderen Unterlagen.

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