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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Werben in Wacken für Knochenmarkspende

06.08.2014

Petersfehn /Wacken Er ließ sich nicht unterkriegen – trotz der Diagnose. „Meinen Lebensmut habe ich nie verloren. Ich war schon immer Optimist“, sagt Nils Haarhues und lächelt. „Ganz ehrlich, ich hatte keinen Bock auf diesen Krebs. Er passte und passt nicht in meinen Plan.“

Im September 2013 wurde bei dem 33-Jährigen chronische Leukämie festgestellt – in einem bereits lebensbedrohlichen Stadium. Er erhielt eine Chemotherapie in Tablettenform und dann Anfang Dezember die rettende Stammzelltransplantation. „Eigentlich bleibt man danach sechs bis acht Wochen im Krankenhaus.“ Nils Haarhues nicht. Er wollte nach Hause zu seiner Frau und seinem heute viereinhalbjährigen Sohn. „Weihnachten war ich wieder bei meiner Familie in Petersfehn.“ Noch ein weiteres großes Ziel wollte der junge Mann erreichen – dabeisein beim Wacken-Open-Air (W:O:A).

Jahr für Jahr pilgern im Sommer Zehntausende Heavy-Metal-Fans in den kleinen Ort in Schleswig-Holstein, hören Dutzende Bands, campen, feiern – egal bei welchem Wetter. Regnet es in Strömen, gerät das W:O:A auch schon mal zur „Schlammschlacht“.

Das Wetter Ende Juli/Anfang August 2014 war hervorragend. Die Sonne knallte auf das Festivalgelände. Mittendrin in der Masse – und sie mit seiner Körpergröße von 2,06 Metern überragend: Nils Haarhues.

„Das war ganz schön anstrengend“, gesteht der 33-Jährige. Die noch einzunehmenden Medikamente machten ihm zu schaffen. „Meine Füße wurden dick, weil sich dort Wasser sammelte. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich eine Erkältung kriege.“ Die ist nun da. „Im Allgemeinen fühle ich mich aber ziemlich fit“, sagt Haarhues.

In Wacken war der Uhrmacher nicht nur wegen der Musik. Er hatte auch eine Mission. Sein Foto und das anderer Betroffener zierte ein Plakat der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS), mit dem auf dem Open Air zur Typisierung aufgerufen wurde.

Tatsächlich ließen sich zahlreiche Besucher registrieren. Und auch der eine oder andere Künstler war dabei. Haarhues erzählt vom Comedian Bülent Ceylan, von der Musikerin Doro Pesch und dem Wacken-Original Harry Metal, der Filme vom W:O:A ins Internet stellt. „Wir sind ins Gespräch gekommen, und es wurde ein Foto von uns beiden gemacht.“ Überhaupt habe er die vier Tage in Schleswig-Holstein „reichlich Spaß gehabt und reichlich nette Leute kennengelernt“.

Sein Wacken-Ticket für 2015 hat er übrigens schon. „Kurze Zeit später war alles ausverkauft“, berichtet der 33-Jährige. Doch bevor es wieder Richtung Norden geht, ist der Süden dran. „Anfang des nächsten Jahres machen wir eine siebentägige Kanaren-Kreuzfahrt. Spenden machen das möglich“, verrät Haarhues. Seine Hoffnung: dann medikamentenfrei leben zu können.

Kerstin Buttkus Redakteurin / Redaktion Westerstede
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