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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Speelkoppel Wahnbek: Gut Wahnbek wird zum Irrenhaus

02.03.2018

Wahnbek Eine Pointe folgte der anderen. Ein Stakkato von Witzen und ständigem Applaus gab es beim Speelkoppel Wahnbek nun schon zum vierten Mal. Klaus Hillen hat mit dem Stück „Neurosige Zeiten“ im Pferdestall ein Stück plattdeutsche Kultur so in Szene gesetzt, dass sich die Balken im Pferdestall auf dem Gut Wahnbek biegen.

Tochter in Psychiatrie

Ja, es geht nämlich um ständige Täuschung. In diesem Fall muss Alice Adolon (Hedwig Ganske), Mutter und Chefin einer reichen Hoteldynastie, immer wieder vorgespielt werden, dass ihre Tochter Agnes (Heike Klar) nicht in der Psychiatrie „residiert“, sondern aus ihrer vorgetäuschten Villa wegen eines Wasserschadens ausziehen musste. Agnes ist sexsüchtig.

Die Vorstellungen

Die Speelkoppel in Wahnbek ist bereits seit Mitte Februar mit dem Stück „Neurosige Tieden“ erfolgreich.

Die Vorstellungen am Sonntag, 4. März, um 14 Uhr sowie am Freitag, 9. März, um 20 Uhr sind bereits ausverkauft.

Karten gibt es noch für die Vorstellung am Samstag, 3. März, um 20 Uhr sowie für Mittwoch, 7. März, um 20 Uhr bei der Raiba Wahnbek, beim Kiosk Wahnbek und bei Klaus Hillen unter Telefon  0 44 02/45 77.

Das unterstreicht die Requisite durch besonders seichte, leichte und transparente Wäsche und einen Hauch von Netzstrümpfen. Ein wallender Seidenmantel tut das Seine. Also, wie empfängt man Besuch in einer Nervenklinik, ohne dass dieser merkt, dass er sich in einer Anstalt befindet?

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Die feine Dame Alice, der französischen Sprache sehr zugeneigt, möchte ganz spontan ihre Tochter Agnes besuchen. Sie geht eben davon aus, dass ihre Tochter in einer mondänen Villa residiert und nicht in einer Wohngemeinschaft in der Psychiatrie. Agnes appelliert an ihre „verrückten“ Mitbewohner, sich „ganz normal zu benehmen“, wenn ihre Mutter kommt.

Spuren verwischen

Also, wichtig ist, dass schon mal das Psychiatrie-Schild an der Pforte abgenommen wird. Das macht Willi (Bouwe Kleiwerd), ein soziophober Mitbewohner. Dummerweise haut er damit Herta (Lena Oeding), der Tupperware-Verkäuferin, direkt vor den Kopf, die daraufhin bis zum zweiten Akt bewusstlos unter einer Decke verbringen muss.

Sie wird als Kosmetikerin von Alice vorgestellt. Hans (Dr. Marc Volkmann) spielt den zwangsneurotischen Finanzbeamten „fast realistisch“. Besonders dann, wenn er zum Staubsaugen nur das Rohr nimmt und die Geräusche „mündlich“ produziert. Er soll der Mutter gegenüber den Ehemann von Agnes darstellen und wird von ihr aufgefordert, mehr erotisch denn neurotisch zu sein.

Marianne (Tanja Bruns) ist Volksmusikfan und Stalkerin des legendären Volksmusikstars Hardy Hummer (Alexander Oetken). Als sie seinen Erfolgssong „Holladie, hollado“ lautstark interpretiert, gibt das Publikum ihr einen achtbaren Applaus. Sie spielt die Haushälterin von Agnes exzellent. Der Hofknicks allerdings bringt sie in Verlegenheit, weil der Hexenschuss verhindert, wieder den aufrechten Gang einzunehmen.

Bekannte Persönlichkeit

Ihren beträchtlichen Leibesumfang erklärt sie damit, dass die „Kalorien nachts die Gelegenheit ergreifen, ihre Kleidung enger zu nehmen“. Interessant ist, dass Mutter Alice als Kulturbeflissene den Künstler Dennis (Karl-Heinz Wemken) kennt. Er spielt den manisch-depressiven Maler, der eigentlich in der gesamten Gruppe der „Normalste“ ist. Aufregend wird es noch einmal als Hardy Hummer, der Volksmusikstar auftritt, um mit der Skandalreporterin Fritzi (Sandra Lange) eine Fotoserie über eine Nacht mit seiner Stalkerin Marianne zu produzieren.

Einfach nur nervig ist Rita (Sandra Lange in der Doppelrolle) die Beschäftigungstherapeutin, die sich „verrückter“ als die anderen Bewohner zeigt. Die Chefin der Klinik, Dr. Dr. Ilse Schanz (Frauke Diedrich), hat alle Hände voll zu tun, Ordnung zu halten. Alice steckt sie „aus gegebener Veranlassung“ einfach in eine Zwangsjacke.

Heiko Koch, interessierter Zuhörer findet, dass „der Holländer“ am besten spielt. Er meint damit Willi, den soziophoben Mitbewohner. Seine Frau meint aber, dass alle gut spielen. Das kann man nur bestätigen. Die Charaktere werden sehr gut „herausgekitzelt“ – von allen Schauspielern.

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