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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Wehende Fahnen und viel Musik

04.07.2016

Rastede An Marsch- und Blasmusik kam am Wochenende in Rastede niemand vorbei. Ob auf dem Turnierplatz, in der Schule oder in der Mehrzweckhalle: 4700 Musiker von mehr als 100 Vereinen aus acht Nationen stellten sich bei den internationalen Musiktagen der Konkurrenz. Noch dazu nutzten etliche Gruppen die Möglichkeit, sich im Ort verteilt auf ihren Auftritt vorzubereiten und gaben so kleine Privatkonzerte unter freiem Himmel. Verbunden waren die Rasteder Musiktage diesmal auch mit der Deutschen Meisterschaft der Spielleute in der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände.

Herzstück der Veranstaltung waren die bunten Präsentationen der internationalen Gruppen auf dem Turnierplatz, die von zahlreichen Zuschauern verfolgt wurden. Wirbelnde Fahnen, fantasievolle Kostüme und ungewöhnliche Tanz-Choreographien wechselnden sich mit perfekt abgestimmten Marschformationen auf höchstem Niveau ab. So präsentierte beispielsweise das Mlod Orkiest. Deta aus Koronowo ihre Version des Pink-Panther-Songs und die niederländische Formation NFP Corps aus Dokkum verarbeitete in einer eindrucksvollen Show die „sieben Todsünden“.

Während die Zuschauer bei ausgelassener Stimmung die Vorführungen genossen, herrschte bei den vielen ehrenamtlichen Helfern emsige Betriebsamkeit. Im Turm neben dem Platz waren Wilfried von Nethen und Maike zum Brook ständige Ansprechpartner für Teilnehmer und Gäste. „Die Musikgruppen erkundigen sich vor allem nach den Ablaufplänen. Manchmal kommen Fans, die wissen wollen, wo ihr Lieblingsverein untergekommen ist“, berichtete die Helferin. Auch Fundstücke würden aufbewahrt. „Es geht manchmal etwas verloren, auch schon mal ein Kind – das ist aber die Ausnahme“, erklärte sie lachend.

Wilfried von Nethen kennt die Musiktage noch von ihren Anfängen. „Damals waren es nur ein paar Vereine. Da konnten alle in Rastede wohnen“, erinnert er sich. Musiziert worden sei auf der Rasenfläche vor dem Schloss. Dass sich daraus solch eine Großveranstaltung entwickeln würde, habe niemand gedacht.

Das erklärte auch Christian, Herzog von Oldenburg, der am Sonnabend zum traditionellen Empfang bei Gurkenbowle und Musik in sein Schloss eingeladen hatte. „Wir wollen Brücken bauen“ habe 1956 das Motto der ersten Veranstaltung gelautet. „Es war der Wille zur Sicherung des Friedens.“ Im vergangenen Jahr habe sich in Europa vieles verändert, erklärte der Herzog und spannte den Bogen von der Flüchtlingswelle bis zum Austritt Englands aus der EU, was ihn persönlich erschreckt habe. „Brücken bauen ist wichtiger denn je.“

Von einer eindrucksvollen Veranstaltung, die international Beachtung finde, sprach Bürgermeister Dieter von Essen und richtete seinen Dank an das ehrenamtliche Helferteam. Musik verbinde und ermögliche Begegnungen zwischen Menschen. Die generationsübergreifende Bedeutung des Musizierens unterstrich Torsten Wilters, Präsident der Rasteder Musiktage. 230 Ehrenamtliche kümmerten sich um das Wohl der Gäste.

Zum ersten Mal vor Ort war der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände, Paul Lehrieder, aus Würzburg. Dieser hatte viel Lob für das abwechslungsreiche Programm. Es sei ein buntes Spektakel und biete erstklassige Unterhaltung.

Musikalisch untermalt wurde der Empfang vom Musikverein Sarleinsbach aus Österreich, der als Dank für die erwiesene Gastfreundschaft dem Herzog Geschenke überreichte.

Am Sonntag ging die musikalische Großveranstaltung mit der Siegerehrung zu Ende. Etwas gelitten hatte der Wettbewerb unter dem wechselhaften Wetter. So gab es am Sonnabendabend wegen eines Gewitters sogar eine Unterbrechung. Die Abendveranstaltung sei darüber hinaus wegen des Fußballspiels Deutschland-Italien deutlich weniger gut besucht gewesen als in den Vorjahren, zog Wilters eine gemischte Bilanz. Es seien rund 1000 Besucher weniger als sonst, gab er eine erste Einschätzung ab.

Bei der European Open Champion Show siegte die Formation Irene Ede aus den Niederlanden in der Kategorie Show. Bei der Marsch- und Standbewertung sowie der -parade kam der deutsche Fanfarenzug des KSC Strausberg auf Platz eins und wurde zudem Deutscher Meister. In der Konzertbewertung siegte der CMV Oranje Minnerstga (Niederlande) und hatte den besten Dirigenten Bienze Ijlstra. Beste Stabführerin in der Marschbewertung wurde Julia Rogola vom Orkiestra Grandioso Radom (Polen).


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Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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