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Englische Siedlungen: Bima will 270 Häuser sanieren
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Lindan-Skandal In Oldenburg
Englische Siedlungen: Bima will 270 Häuser sanieren

NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Wenn der Grabstein wackelt . . .

31.07.2007

RASTEDE „Wenn so ein Grabstein umfällt, dann kann man sich schon ernsthaft verletzen“, sagt Klaus Werner. Der Vorsitzende des Friedhofsausschusses der evangelischen Kirchengemeinde Rastede rüttelt an einem Grabstein auf dem alten Friedhof rund um die St.-Ulrichs-Kirche, der denn auch sofort und ohne großen Widerstand eine bedrohliche Schräglage einnimmt. „47 Stück haben wir schon gefunden“, sagt Werner, der auf die alljährliche Begehung durch die acht Ausschussmitglieder verweist: „Bei diesen – stehenden – Grabsteinen ist die Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet“. Zwei der Steine haben die Ausschussmitglieder gleich gelegt, so wackelig waren sie.

Bisher ist der Ausschuss noch nicht einmal in Rastede mit der Begehung fertig. Und in Wahnbek und in Hahn-Lehmden müssen die Ausschussmitglieder auch noch tätig werden – ein jährliches Ritual, dessen Ergebnisse wohl auch stark von der jeweiligen Witterung abhängen. Die Grabsteine stehen auf Podesten, auf denen sie auch zementiert werden. „Das Material wird mit der Zeit brüchig. Das kann je nach Winterwitterung bereits nach fünf Jahren der Fall sein“, macht Werner deutlich, dass dann Handlungsbedarf besteht. Er zeigt eine Grabstelle, bei der drei Grabsteine auf einer Grabplatte stehen – und mehr als wackelig sind. „Wenn man da dranstößt, dann kippen die weg“, sagt der Ausschussvorsitzende.

Was viele wohl nicht wissen: Verantwortlich für die Standfestigkeit der Grabsteine ist der so genannte „Nutzungsberechtigte“ – in der Regel, aber nicht immer, ein Mitglied der Familie des Verstorbenen. „Wenn sich durch einen kippenden Grabstein jemand verletzt, dann ist eben auch der Nutzungsberechtigte verantwortlich“, macht Werner klar, warum diese nun angeschrieben und auf den Missstand hingewiesen werden. In der Regel wird dann der Steinmetz beauftragt, die Steine wieder zu befestigen.

Das war früher auch in Rastede anders, weiß Steinmetzmeister Ralf Borchardt. „Bis vor rund zehn Jahren war die Kirche für die Standfestigkeit der Grabsteine verantwortlich. Nach einigen Unfällen in Oldenburg hat die Kirche die Verantwortung jedoch auf die Nutzungsberechtigten übertragen“, erinnert sich Borchardt.

So ganz professionell ist der „Rütteltest“ der Mitglieder des Friedhofsausschusses nicht, erklärt der Steinmetzmeister: „Eigentlich muss dafür nach dem Gesetz eine Vorrichtung benutzt werden, mit der am oberen Ende des Grabsteines mit exakt 50 Kilopond gezogen wird“.

Wie viele Grabstellen auf den drei Friedhofsbereichen rund um die Rasteder St.- Ulrichs-Kirche eigentlich bestehen, das weiß selbst die evangelische Kirchengemeinde Rastede nicht so ganz genau. Aber sie ist nach Angaben von Marion Segebade im Kirchenbüro derzeit dabei, das herauszufinden und die Ergebnisse in die EDV einzuarbeiten.

Übrigens: Auf allen Friedhöfen der evangelischen Kirchengemeinde Rastede sind Verstorbene katholischen Glaubens mit bestattet – und auch hier werden die Nutzungsberechtigten, falls nötig, angeschrieben.

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