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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Brauchtum In Edewecht: Verein gibt der Heimat eine Seele

14.05.2019

Westerscheps Der 1. Weltkrieg war beendet, viele Soldaten kehrten aber erst verspätet, so sie dazu in der Lage waren, in ihre Heimat zurück. Um diesen eine Freude zu bereiten und von dem erlebten Elend abzulenken, überlegte sich Lehrer Rohlfs in Westerscheps, für sie eine kleine Theateraufführung einzustudieren. Diese wurde dann Anfang des Jahres 1919 aufgeführt.

Die Idee kam offenbar so gut an, dass sich einige Bewohner entschlossen, noch in besagtem Jahr 1919 einen Heimatverein zu gründen, der in diesen Zeiten für etwas Kurzweil und Vergnügen sorgen sollte. So gab er sich damals den Namen „Vergnögde Goodheit“ und feierte jetzt sein 100-jähriges Bestehen. Was einmal der Unterhaltung diente, hat sich jetzt zu einer Brauchtumspflege entwickelt, ohne dabei Gegenwart und Zukunft zu vernachlässigen.

Das und noch einiges mehr gab es am Samstagnachmittag im Festzelt auf der Wiese neben dem Freilichtmuseum „Auf dem Wurnbarg“ zu hören. Hier fand der offizielle Festakt zu diesem besonderen Jubiläum statt, an dem weit mehr als 250 Personen teilnahmen. „Mit unseren Schätzungen kamen wir ganz gut hin“, freute sich Knut Bekaan, seit Februar dieses Jahres Vorsitzender des Heimatvereins „Vergnögde Goodheit“ Westerscheps, über die große Resonanz.

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Kontinuität in der Leitung

Die Kontinuität in der Leitung der Gruppe war während des vergangenen Jahrhunderts für den Heimatverein sehr wichtig und schaffte Vertrauen. Vor den beiden letzten Vorsitzenden Jürgen Röben, 2016 gewählt, und Nachfolger Knut Bekaan waren es insgesamt nur fünf Personen, die die Geschicke leiteten: Jan Weetjen, Mitbegründer des Heimatvereins, Georg Frerichs, Hermann Deeken, Manfred Lüers und Jan-Dirk Meirose, heute Ehrenvorsitzender des Vereins.

Der erste Erntefestumzug fand übrigens ein Jahr nach der Gründung statt. Damals wurde bereits der noch heute nach dem originalen Rezept gebackene Buchweizenpfannkuchen angeboten, der ab 1934 eine besondere Rolle spielte. In jenem Jahr wurde staatlicherseits der Ernteumzug verboten. Kurzerhand machten die Schepser daraus ein Buchweizen-Fest. Erst 1948 konnte die eigentliche Arbeit wieder aufgenommen werden.

Wie wichtig der Heimatverein auch heute ist, unterstrichen in ihren Reden die Ehrengäste wie Landrat Jörg Bensberg, Bürgermeisterin Petra Lausch, an diesem Nachmittag vom Kinderbürgermeister Ben Bischoff begleitet, und Rita Kropp, Spiekerbaas des Vereins für Niederdeutsche Heimatkultur Oldenburger Land. So betonte Landrat Bensberg, dass Heimat dort sei, wo die Menschen lebten. „Mit ihrer Leidenschaft und Begeisterung geben sie der Heimat eine Seele.“ Dazu hob er das besondere Engagement hervor, junge Leute hierfür zu begeistern. Der Ernteumzug ist dafür ein sehr gutes Instrument.

Petra Lausch bedankte sich für die vielen Angebote und Veranstaltungen des Heimatvereins. „Diese unterschiedlichen Formen von Freizeitgestaltung bereichern die Angebote in der Gemeinde.“ Neben den Tanzgruppen für Kinder und Erwachsene sowie der Theatergruppe sind auch die „Smeerjungs“ und „Smeerdeerns“ zu einem wichtigen Bestandteil mit ihrer Instandsetzung von alten Maschinen und Materialien des Vereins geworden.

Mitglieder-Ehrungen

Ehrungen gab es an diesem Nachmittag übrigens auch. Petra Deeken, Ute Brötje und Liane Techler leiten seit 30 bzw. 20 Jahren die Küken-Tanzgruppe und die Erwachsenen-Tanzgruppe, die hier ebenso auftraten wie die Theaterdarsteller und die Tüftler und Handwerker. Die Tanzgruppen werden am kommenden Samstag zu sehen sein, wenn der Heimatverein zum ersten Volkstanztreffen im Rahmen seines 100-jährigen Bestehens in das Festzelt zum Zuschauen und Mitmachen einlädt.

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