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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Theater: Was nachts in Scheps passiert

05.09.2018

Westerscheps Viel zu tun haben derzeit Margret Stockmann und Elke Gerdes. Beide sind Souffleusen, so genannte „Topusters“ bei der plattdeutschen Theatergruppe des Heimatvereins „Vergnögde Goodheit“ Westerscheps. Das Ensemble präsentiert diesen Freitag, 7. September, ab 20 Uhr im Festzelt an der Moorstraße ihr neues Stück. Theater zum Auftakt der Groden Ammerschen Arntefier in Scheps – das wird schon seit Jahren geboten.

„Nein, das musst du zu Jürgen sagen und nicht zu Thomas“, erklärt Elke Gerdes einem Darsteller den Ablauf. In einer Szene im zweiten Akt kommt es, weil gleich sechs Personen auf der Bühne stehen und fast jeder jeden wegen irgendetwas beschuldigt, manches Mal zu etwas chaotischen Abläufen. Alle nehmen es mit Humor, auf der Bühne wird schon jetzt viel gelacht. Die beiden „Topusters“ nehmen es noch leicht.

Eingeübt wird der plattdeutsche Dreiakter „Ümmer wor nachts üm Klock veer“ (Immer wieder nachts um vier Uhr), Die Vorlage für die Schepser Inszenierung lieferten die Autoren Rolf Sperling, Stefan Bermüller und Jan Harrjes. Spielort ist die Junggesellenbude von Thomas Lindemann (gespielt von Thomas Hollje). Er ist mit Tanja Bruns (Marion Flessner) verbandelt die ihn vor allen an den Wochenenden besucht, während sich seine Mutter Liselotte (Karin Hobbensiefken) um Ordnung in Thomas’ Wohnung kümmert.

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Die Nachbarn von Thomas, das Ehepaar Susanne (Gunda Deeken) und Frank Brehmer (Jürgen Eilers) haben Eheprobleme, worunter auch deren Tochter Tina (Bianca Raschke) leidet. Doch warum mischt sich immer Hausmeister Heinz-Willy Schmidt (Dirk Gnieser) ständig ein? Falsche Schuldzuweisungen, Missverständnisse und Eifersüchteleien sind das Erfolgsrezept für dieses Stück, in dem so mancher beim gutmütigen Thomas immer wieder Unterschlupf findet.

„Bei dieser Szene sitzt der Text noch nicht ganz sicher“, gibt sich Marion Flessner selbstkritisch. „Wir bekommen das aber rechtzeitig zur Premiere am Freitag hin“, ergänzt Gunda Deeken. „Natürlich ist es dieses Mal ein schwieriges Stück, was uns als Souffleusen fordern wird“, weiß Elke Gerdes. „Ich sehe es aber ganz locker, weil in den Übungsphasen solche Situationen immer vorkommen. Lieber jetzt die Schwierigkeiten als bei der Premiere. Und bisher hat es doch immer geklappt“, lacht die 61-Jährige.

Sie ist erst seit einigen Jahren dabei. Ihr Mann ist bei den „Smeerjungs“ des Heimatvereins und hatte sie überzeugt, bei der Theatergruppe mitzumachen. Denn Theater gehört schon seit langem Elke Gerdes. Sie arbeitet beim Oldenburgischen Staatstheater, „wenn auch im Büro. Aber natürlich kriegt man da einiges mit.“ Zudem sei sie erblich vorbelastet, weil auch ihre Eltern als Laiendarsteller bereits tätig waren. „Ganz unbedarft bin ich nicht, ich könnte auch auf der Bühne auftreten, wenn es gewollt ist.“

Jetzt hat sie sich allerdings wie Margret Stockmann auf die verbale Hilfe hinter der Bühne zu kümmern. „Natürlich können die Spieler auch mal vom eingeübten Text abweichen. Für uns wird es dann natürlich etwas schwieriger, sie wieder auf den richtigen Weg zu bringen“.

Konzentration ist dabei ständig gefragt. „Wenn allerdings improvisiert wird, weil Textpassagen vergessen wurden, ist es unsere Aufgabe, den richtigen Weg für die Spieler heraus zu finden“, sagt sie. Was Besucher während der Theatervorstellung kaum merken, das ist die besondere Kunst der zwei engagierten Souffleusen.

Zum Auftakt der Arntefier wird das Theaterstück gezeigt, weitere Aufführungen sind im Spätherbst geplant. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

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